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    Zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 um 09:02 UhrKommentare

    Hunderttausende bei Beerdigung Montazeris

    Zur Beerdigung des iranischen Regimekritikers Hossein Ali Montazeri sind nach Angaben der Opposition Hunderttausende Anhänger in die heilige Stadt Qom (Ghom) geströmt.

    Foto © AP

    "Die Menge, die an der Prozession teilnimmt, wird auf Hunderttausende geschätzt", hieß es am Montag auf der Reformer-Internetseite Yaras. "Sie skandieren Slogans zur Unterstützung Montazeris und zur Unterstützung von Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi."

    Damit entwickelte sich der Abschied von dem hochrangigen Geistlichen offenbar zu einer Demonstration der Stärke der Gegner von Präsident Mahmud Ahmadinejad. Der Großayatollah Montazeri war in der Nacht auf Sonntag im Alter von 87 Jahren gestorben. Er hatte nach der Wiederwahl Ahmadinejads im Juni die Kritiker des umstrittenen Votums unterstützt und war damit zu einer Leitfigur der Opposition geworden.

    Festnahmen bei der Beerdigung

    Iranische Sicherheitskräfte nahmen nach Angaben der Opposition Anhänger Montazeris auf dem Weg zur Beerdigung fest. Ein Bus mit Trauergästen sei bereits in der Hauptstadt Teheran angehalten worden, berichtete die Reformer-Internetseite Kaleme am Montag. Vier Personen seien in Gewahrsam genommen worden. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um Familienmitglieder von bereits inhaftierten Reformpolitikern sowie Menschenrechtler.

    Die Sicherheitskräfte in Qom, das rund 125 km südlich von Teheran liegt, waren nach Angaben von Beobachtern in Alarmbereitschaft. Die Berichterstattung ausländischer Medien ist nach Angaben des Senders BBC weiter eingeschränkt worden.

    Montazeri galt als einer der einflussreichsten kritischen Geistlichen im Iran und Gegner von Präsident Ahmadinejad. Nach der Islamischen Revolution 1979 hatte Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini den Großayatollah zunächst als seinen Nachfolger vorgesehen. Nachdem Montazeri sich aber zunehmend kritisch zur Entwicklung der Islamischen Republik geäußert hatte, fiel er in Ungnade.


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