Moussavi kündigt in Wahlstreit neuen Vorschlag an
Im Streit über das Ergebnis der iranischen Präsidentenwahl hat der für unterlegen erklärte Kandidat Mir-Hossein Moussavi einen neuen Vorschlag angekündigt.

Foto © APDie Proteste der Anhänger Moussavis gingen weiter
Die halbamtliche
Nachrichtenagentur Fars meldete am Montag, Moussavi habe diese
Absicht am Sonntag bei einem Treffen mit dem Ausschuss angekündigt,
der den Vorwürfen der Wahlfälschung nachgehen soll. Das Gremium war
vom Wächterrat, der obersten gesetzgeberischen Instanz der
Islamischen Republik, eingesetzt worden. "Wir warten auf sein
Angebot, um es im Ausschuss prüfen zu können", zitierte Fars den
Sprecher des Wächterrats, Abbas Ali Kadkhodai.
Nachtzählung.
Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete ebenfalls unter Berufung
auf Kadkhodai, Moussavis Vorschlag liege bereits vor, und er beziehe
sich auf die Methode zur teilweisen Nachzählung von Stimmen. "Unsere
Regionalbüros sind bereit, auf der Grundlage von Moussavis Vorschlag
die Stimmen nachzuzählen", sagte der Sprecher laut Mehr.
Ablehnung.
Moussavi hatte zunächst die vom Wächterrat angeordnete teilweise
Nachzählung der Stimmen abgelehnt und die Annullierung der Wahl
gefordert. Offiziell war Amtsinhaber Mahmud Ahmadinejad zum Sieger
der Präsidentenwahl vom 12. Juni erklärt worden. Dagegen hatte es im
Iran Massenproteste gegeben, gegen die die Sicherheitskräfte
gewaltsam vorgingen.
Features
Aufklärung
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat
die Justiz aufgerufen, den "mysteriösen Mord" an Demonstrantin Neda
Agha-Soltan aufzuklären.
Bisher seien Nedas Mörder noch nicht identifiziert, sagte
Ahmadinejad. Er forderte die Justiz auf, den Fall ernsthaft zu
verfolgen und die Täter zu finden.














