Häupl, Platter bei Berufsheer-"Nein" für Zilk-Plan
Die beiden Landeshauptleute Häupl und Platter haben sich am Dienstag dafür ausgesprochen, im Falle einer Beibehaltung der Wehrpflicht das Konzept der Bundesheer-Reformkommission unter Helmut Zilk umzusetzen.

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Der Wiener Bürgermeister Häupl kündigte im ORF-"Report" an, er würde im Falle eines Neins zum Berufsheer darauf drängen, das Konzept umgesetzt wird, und zwar von Verteidigungsminister Darabos.
Auch der Tiroler Landeshauptmann Platter trat dafür ein, auf Basis der Ergebnisse der Zilk-Kommission, die die Beibehaltung der Wehrpflicht empfohlen habe, die Bundesheer-Reform fortzusetzen.
"Mitverantwortung"
Häupl kündigte an, dass er im Falle einer Mehrheit für die von der ÖVP gewünschte Beibehaltung der Wehrpflicht "Mitverantwortung" übernehmen würde. Aber er würde nicht sagen: "Ich habe mich geirrt. Das Volk hat anders entschieden." Dass er fünf Tage vor der Wiener Gemeinderatswahl in der "Kronen-Zeitung" seinen Meinungswandel hin zu einem Berufsheer bekannt gegeben hat, begründete Häupl damit, dass er zu diesem Zeitpunkt gefragt worden sei. Sonst hätte er es auch "fünf Tage nach der Wahl" gesagt. Mit der großen Auflagenzahl der "Krone" habe das nichts zu tun gehabt. Die Idee habe er schon lange gehabt, sie sei auch von der Zilk-Kommission angesprochen worden.
Alt-Bundeskanzler Vranitzky hat unterdessen seine Meinung geändert und will nun bei der Volksbefragung am kommenden Sonntag gemäß der SPÖ-Parteilinie für ein Berufsheer stimmen. Er habe den Eindruck gewonnen, "dass die Befürworter der Wehrpflicht einfach keine Argumente dafür haben, wie die Zukunft des Bundesheeres aussehen soll", sagte Vranitzky in der Mittwoch-Ausgabe der "Kronen-Zeitung".












