Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 25. Oktober 2014 11:30 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Home » Politik » Heer
    NEOS beantragen Aussetzung der Wehrpflicht Auch Kasernenstandort St. Michael lag im Trend Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Heer Nächster Artikel NEOS beantragen Aussetzung der Wehrpflicht Auch Kasernenstandort St. Michael lag im Trend
    Zuletzt aktualisiert: 27.12.2012 um 20:39 UhrKommentare

    Wehrpflicht-Duell zwischen Kanzler und Vizekanzler

    Nicht alle Spitzenpolitiker können sich um Silvester herum auf der Skipiste vergnügen. In dreieinhalb Wochen stimmen die Österreicher über die Zukunft des Heeres ab - höchste Zeit also, dass die Kampagnen anlaufen. SPÖ und ÖVP finanzieren ihre Komitees mit einer Million Euro. Von Michael Jungwirth.

    Foto ©

    Während Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) am Freitag zum Pressegespräch über die "Ineffizienz der Wehrpflicht" einlädt, präsentiert die Pro-Wehrpflicht-Fraktion ihre Plakatsujets. In der Steiermark etwa werben die Wehrpflichtbefürworter mit Schlamm schaufelnden Grundwehrdienern aus der Katastrophengemeinde St. Lorenzen - und dem Slogan: "Was hätten wir in der Steiermark ohne sie getan?" Der Industrielle Hannes Androsch hält als Chef der Berufsheer-Plattform derzeit Ausschau nach prominenten Unterstützern. Jüngster Fang: Starkicker Marc Janko und Staatsopernlegende Ioan Hollender.

    Erst im neuen Jahr treten die Parteichefs in Aktion. Kanzler Werner Faymann bastelt mit Bürgermeister Michael Häupl an einem gemeinsamen Brief an alle Wiener, auch im Burgenland plant der Kanzler Ähnliches mit Parteifreund Hans Niessl. In der Steiermark und in Salzburg bleibt der briefliche Schulterschluss mit dem roten Landeschef aus: Franz Voves und Gabi Burgstaller bringen wenig Begeisterung für das Berufsheer auf. Auch in der ÖVP läuft - trotz guter Umfragen - nicht alles rund. Eine landesweite Plakatserie scheiterte, weil Niederösterreich eigene Wege geht und die Wehrpflicht-Sujets auf die Wahlkampagne abstimmen will.

    Zum direkten Duell zwischen Kanzler und Vizekanzler kommt es nur einmal - am 8. Jänner zur besten Sendezeit im ORF: Faymann und ÖVP-Chef Michael Spindelegger treffen im Bürgerforum aufeinander. Auch Puls 4 und ATV laden zum Streitgespräch, allerdings müssen sich die Privaten mit Verteidigungsminister Darabos und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) begnügen. In der Kampagne halten sich beide Parteisekretariate auffallend zurück und überlassen das Feld den beiden Komitees - aus gutem Grund: Einerseits soll der Koalitionsfriede gewahrt werden, andererseits will man über Parteigrenzen hinausstrahlen. Nichtsdestotrotz sorgen SPÖ und ÖVP - mit jeweils einer Million - für den finanziellen Unterbau der beiden Plattformen.

    Dass sich jetzt alle Regierungsmitglieder in die Schlacht werfen, ist im Sinne des politischen Diskurses - es sei denn, die Politik spannt die nachgelagerten Dienststellen für die Kampagne ein. Innenminister Mikl-Leitner ließ etwa die Chefs des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes sowie den Direktor für die öffentliche Sicherheit aufmarschieren. Das Bundesheer stellte einen Black-Hawk sowie schweres militärisches Gerät für Kinospots des Pro-Berufsheer-Komitees ab.

    MICHAEL JUNGWIRTH

    Mehr Heer

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Cameron auf den Barrikaden

      Nachforderungen der EU an Großbritannien im Volumen von 2,1 Milliarden E...Noch nicht bewertet

       

      Politik im Bild

      Über 600 Rekruten am Sportplatz St. Andrä angelobt 

      Über 600 Rekruten am Sportplatz St. Andrä angelobt

       

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      Eine Reise an Orte, die bis heute vom Krieg gezeichnet sind. Elf illustrierte Reportagen auf 285 Seiten. Das neue Buch der Kleinen Zeitung ist ab sofort im Online-Shop erhältlich.

       


      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!