Gedenkmesse im Gurker Dom
60. Geburtstag von Jörg Haider ist keine Landesangelegenheit mehr.

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Das "Geburtstagskind" kam im Hubschrauber angeflogen, tausende Menschen feierten mit ihm und der Medienandrang war enorm. Das war vor zehn Jahren, als Jörg Haider auf der Gerlitzen seinen 50. Geburtstag beging und die umstrittene schwarz-blaue Koalition im Anbahnungsstadium war.
Nächste Woche, am 26. Jänner, würde Haider seinen 60. Geburtstag feiern. Die Partei, für die er auf Landes- und Bundesebene alle Mandate holte, existiert in der von ihm konzipierten Form nicht mehr. Und seine politischen Erben überlassen ein Gedenken zum Geburtstag der Familie allein. Nachdem Witwe Claudia Haider im Streit um die Rückkehr des BZÖ zur FPÖ in einem Interview mit der Kleinen Zeitung eine Urabstimmung gefordert hatte, ließ Landesrat Harald Dobernig die Vorbereitungen für eine Gedenkmesse in Gurk stoppen. Jetzt durfte eine Mitarbeiterin seines Büros doch eine Gedenkmesse organisieren - am Sonntag, 31. Jänner in Gurk mit Stiftspfarrer Gerhard Kalidz und örtlichen Kulturträgern. Vom Land werden dafür keine Einladungen verschickt, die Messe ist allgemein zugänglich. So sei es mit Claudia Haider abgesprochen, heißt es.
Die Ausstellung über Jörg Haider im Klagenfurter Bergbaumuseum sollte bis zu seinem Geburtstag laufen. Sie zählte bisher knapp 5000 Besucher, davon 4000 zahlende. Museumsleiter Gerhard Finding hält die Besucherzahl für die Herbst- und Wintermonate für nicht so schlecht, gesteht aber ein, dass er sich ein viel größeres Interesse erwartet hat. Die Kosten der Ausstellung seien gedeckt; nicht über die Eintritte, sondern über den "Verkauf von Handelsware", also Haider-Erinnerungsartikeln. Finding würde die Ausstellung gerne verlängern. Die Entscheidung fällt am Donnerstag bei einem Gespräch mit dem Klagenfurter Kulturreferenten Vizebürgermeister Albert Gunzer.











