"Auto hat sich nicht überschlagen"
Unfalltod von Landeshauptmann Jörg Haider: Grazer Gutachter sagt, Auto ist "nur" seitlich dahin geschlittert und Tacho ist nicht bei 142 km/h stehen geblieben.

Foto © ReutersWeinländer hat den Unfallhergang untersucht: "Dach des Phaeton kaum beschädigt"
Wäre der Hydrant nicht genau an der Stelle gewesen, wäre der Unfall sicher glimpflicher abgelaufen", sagt Harald Weinländer. Der renommierte Grazer Gutachter war unmittelbar nach dem Unfalltod von Landeshauptmann Jörg Haider mit der Untersuchung des Unfallhergangs betraut. Und er sieht einiges anders, als es bisher veröffentlicht wurde. Zum Beispiel, dass der Tacho bei 142 km/h stehen geblieben sein soll. "Ein Tachometer bleibt nicht einfach stehen. Da hätte der Dr. Haider schon einen Nagel hineinschlagen müssen", sagt er.
Verschwörungstheorien Blödsinn.
Wie schnell Haider tatsächlich unterwegs war, dürfe er nicht sagen, das sei Sache der Staatsanwaltschaft. "Aber er war schnell unterwegs", sagt Weinländer. Auch dass der VW Phaeton sich überschlagen haben soll, kann er nicht bestätigen. "Das Dach ist nahezu unbeschädigt, ebenso die Beifahrerseite. Der Wagen hat sich seitlich aufgestellt ist dann auf der Fahrerseite dahin gerutscht. Deshalb hat es beide Türen herausgerissen", sagt Weinländer. Und was ist mit den Verschwörungstheorien, die von einem Anschlag sprechen? "Wie sollte man jemanden in einem
fahrenden Auto umbringen? Das ist Blödsinn", sagt Weinländer.
Provisorisches Gutachten.
Dieses erste Gutachten sei aber nur ein provisorisches gewesen, einige Informationen der Polizei hätten ihm bisher nicht zur Verfügung gestanden. Der leitende Staatsanwalt Gottfried Kranz sagt dazu nur, das endgültige Gutachten stehe noch aus, es müssten noch diverse Verschwörungstheorien eingearbeitet werden, "um allen den Wind aus den Segeln zu nehmen".











