,,Großes Kapitel in der Landes-Geschichte"
Landtag und Landesregierung gedachten Jörg Haiders, mit sehr unterschiedlichen Ansätzen in den Trauer-Reden.

Foto © Helmuth WeichselbraunIm Wappensaal im Landhaus wurde Dienstag die Trauersitzung des Kärntner Landtages abgehalten
Verabschiedung.
Den politischen Rednern gelang die dem traurigen Anlass entsprechende Balance nicht in jedem Fall. War es bei der Verabschiedung am Neuen Platz am Samstag Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), der die bemerkenswerteste Rede hielt, so war dies gestern ÖVP-Obmann Josef Martinz. Er sprach von der "einnehmenden Art, dem Charme, der Lebenslust, aber auch von der Widersprüchlichkeit" Jörg Haiders. Er werde ein großes Kapitel in der Geschichte des Landes Kärnten füllen.
tragische Tod. Jetzt müsse "jenseits vom Steine nachwerfen und Heroisierung das Land ohne Verklärtheit weitergestaltet werden", sagte Martinz. An "viele Berührungspunkte, aber auch an viele Auseinandersetzungen" erinnerte SPÖ-Chef Reinhart Rohr. Vieles sei gemeinsam gelungen, manches gescheitert. "Lassen wir die Vergangenheit los. Der tragische Tod eignet sich nicht, offene Rechnungen zu begleichen. Lassen wir Jörg Haider in Frieden ruhen", appellierte Rohr. Das dürfte nicht gelingen. Zu parteipolitisch waren die Anklänge in den Reden der BZÖ-Politiker.
Kritik an Kritikern.
Landtagspräsident Josef Lobnig zeichnete den Weg des Parlamentariers Haider nach. Er habe viel erreicht, weil er den Menschen zugehört und ihre Anliegen auf den Punkt gebracht habe. Aber "das Mittelmaß seiner politischen Gegenüber und der Medien hat versucht, ihn klein zu machen", pauschalierte der BZÖ-Politiker. Der amtsführende Landeshauptmann Gerhard Dörfler sprach den Intellektuellen Menschlichkeit ab. Haider habe für Kärnten ein gutes Fundament für die Zukunft geschaffen, so Dörfler.
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Bischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred SauerFoto © Weichselbraun
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SPÖ-Chef Reinhart RohrFoto © Weichselbraun











