Pilgerstrom an die Bahre Jörg Haiders
Tausende Menschen kamen Donnerstag ins Landhaus. Seit den Morgenstunden stehen die Leute auch heute wieder in der Schlange, um Jörg Haider die letzte Ehre zu erweisen. Bei den Feierlichkeiten am morgigen Samstag herrscht Ausnahmezustand in der Klagenfurter Innenstadt.

Foto © APATausende Menschen strömten am Donnerstag zum Klagenfurter Landhaus
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Hunderte Menschen warten. Im Landhaushof standen auch am Vormittag wieder Hunderte Menschen Schlange, um dem im Wappensaal aufgebahrten Leichnam Haiders die letzte Ehre zu erweisen. Am Neuen Platz wird an der Tribüne für die Verabschiedungsfeier gebaut. Der Klagenfurter Dom war versperrt, wie schon in den vergangenen Tagen, Neugierige mussten unverrichteter Dinge abziehen. In der Nacht auf Freitag hatten übrigens Unbekannte neben dem Domportal die Wände der Kirche mit Parolen in rosaroter Farbe verunstaltet. Am Freitagvormittag war die Fassade bereits wieder übermalt.
Unfallort. Der Unfallort in Lambichl im Süden der Landeshauptstadt zog auch am Freitag noch zahlreiche Schaulustige an. Die dort aufgestellten Kerzen waren aber bereits großteils erloschen, dazu hatte der nächtliche starke Regen seinen Teil beigetragen. Inmitten der verwelkten Blumen lag ein Kranz der Witwe Claudia Haider, das Grablicht davor brannte.
Anzeige bei Staatsanwaltschaft. Donnerstagabend wurde bekannt, dass die Familie Haiders Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft Klagenfurt erstattet, wegen Verdachtes der Verletzung des Amtsgeheimnisses und Amtsmissbrauches. "Es ist beispiellos, dass Ergebnisse eines Obduktionsberichts zuerst an die Medien und erst dann an die Familie gelangen", kritisiert Anwältin Huberta Gheneff. Anlass für die Anzeige: Der Leiter der Staatsanwaltschaft, Gottfried Kranz, hatte die Alkoholisierung von Haider mit 1,8 Promille und einen Lokalbesuch des Landeshauptmannes in Klagenfurt unmittelbar vor seinem Tod bestätigt.











