Familie Haider zeigt Staatsanwaltschaft an
Die Anwältin der Familie kritisiert Aussagen des leitenden Staatsanwalt, und spricht von einer "beispiellosen Medienhetze".

Foto © APClaudia Haider mit ihren Töchtern Cornelia und Ulrike
Nachdem Ermittlungs-Ergebnisse rund um den Unfall-Tod
des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (BZÖ) an die Öffentlichkeit
gelangt sind, bringt die Familie des Verstorbenen eine Anzeige gegen
die Staatsanwaltschaft ein. Haider-Anwältin Huberta Gheneff übte am
Donnerstag gegenüber der APA insbesondere scharfe Kritik am Leiter
der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, Gottfried Kranz, der von einem
Lokalbesuch Haiders unmittelbar vor dessen Tod berichtet hatte.
Kritik. Die Anwältin, die Haider zu Lebzeiten vertreten hat und nun für
dessen Familie aktiv wird, kritisierte außerdem, dass die Familie
nach wie vor keine Akteneinsicht habe. "Es ist beispiellos, dass
Ergebnisse eines Obduktionsberichtes zuerst an die Medien und erst
dann an die Familie gelangen", so Gheneff mit Verweis auf Berichte
über die Alkoholisierung Haiders.
"Medienhetze". Gheneff sprach von einer "beispiellosen Medienhetze" und kündigte
eine Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft und gegen Kranz wegen
Verletzung des Amtsgeheimnisses an. Außerdem sei der Verdacht des
Amtsmissbrauchs zu prüfen. Eingebracht werden soll die Anzeige bei
der Oberstaatsanwaltschaft Graz und bei der Staatsanwaltschaft
Klagenfurt. Kranz war am Donnerstagnachmittag für eine Stellungnahme
gegenüber der APA nicht erreichbar.











