Reaktionen aus Kärnten zu Haiders Tod
Betroffenheit bei den Kärntner Kollegen von SPÖ und ÖVP. Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer sprachen ihre Bestürzung und Trauer aus.

Foto © APASPÖ-Chef Reinhart Rohr
"Schockiert und
entsetzt". Die Anteilnahme und das Mitgefühl der SPÖ Kärnten gelte jetzt vor
allem der hinterbliebenen Gattin und der Familie, sagte Rohr Samstag
Früh in einer Aussendung. Martinz erklärte, er sei "schockiert und
entsetzt". Seine tiefste Anteilnahme gelte in diesen schwersten
Stunden Haiders Ehefrau Claudia, den beiden Töchtern und der Mutter.
Haider sei seiner Meinung nach das Sinnbild für einen nimmermüden
Einsatz für die Politik, das Land und Österreich.
Trauer.
Ihre Bestürzung und Trauer anlässlich des Ablebens von Landeshauptmann Jörg Haider brachten Samstag auch Kärntens Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer im Rahmen der Trauersitzung der Kärntner Landesregierung zum Ausdruck. Bischof und Superintendent sprachen ihre Anteilnahme der Trauerfamilie aus.
"Leidenschaft".
"Wir werden vieles in Erinnerung behalten, was groß an ihm war", so der Bischof weiter. Landeshauptmann Jörg Haider habe mit Leidenschaft gelebt und mit Leidenschaft wahrgenommen, wie es den Menschen gehe. "Sein Tod verbindet die Menschen in unserem Land", sagt Schwarz.
Schmerz.
Superintendent Sauer sagte, es sei nicht vorstellbar, dass nun der Landeshauptmannsessel plötzlich leer sei. Sein Tod schmerze und tue sehr weh. Jörg Haider sei eine charismatische Persönlichkeit gewesen, seine Geistesgaben sehr vielfältig.
Geschützt und geschätzt. Der Intendant des Klagenfurter Stadttheaters, Josef E. Köpplinger, drückte der Familie und den engen Freunden Jörg Haiders seine Anteilnahme aus: "Sie haben einen geliebten Menschen verloren". Köpplinger fügte hinzu, dass er zwar die politischen Ansichten Haiders nicht geteilt habe. Doch er schätze es, dass Haider kein einziges Mal, weder inhaltlich noch politisch, Einfluss auf die künstlerischen Tätigkeiten genommen hatte. Haider habe das Theater geschützt und geschätzt.
Köpplinger war vor einem Jahr
Dietmar Pflegerl als Intendant nachgefolgt. Pflegerl, der im Mai 2007
verstarb, hatte in seiner 15-jährigen Amtszeit immer wieder heftige
Konflikte mit Haider ausgefochten.
"Gebirge verschwunden". Auch Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP), bekundete am Samstag seine Trauer über den Tod Haiders. Der Tod des Landeshauptmannes habe die politische Landschaft in Kärnten verändert. "Ein Berg, ja ein ganzes Gebirge ist verschwunden", so Scheucher. Jörg Haiders Einsatz für das Land sei von "beispiellosen Fleiß und unglaublichem Engagement" gewesen.











