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Zuletzt aktualisiert: 11.10.2008 um 16:50 Uhr

Reaktionen aus Kärnten zu Haiders Tod

Betroffenheit bei den Kärntner Kollegen von SPÖ und ÖVP. Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer sprachen ihre Bestürzung und Trauer aus.

SPÖ-Chef Reinhart Rohr

Foto © APASPÖ-Chef Reinhart Rohr

"Tief betroffen" haben sich in einer ersten Reaktion auf den Unfalltod des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider die Parteichefs von SPÖ und ÖVP in Kärnten, Reinhart Rohr und Josef Martinz, gezeigt.

"Schockiert und entsetzt". Die Anteilnahme und das Mitgefühl der SPÖ Kärnten gelte jetzt vor allem der hinterbliebenen Gattin und der Familie, sagte Rohr Samstag Früh in einer Aussendung. Martinz erklärte, er sei "schockiert und entsetzt". Seine tiefste Anteilnahme gelte in diesen schwersten Stunden Haiders Ehefrau Claudia, den beiden Töchtern und der Mutter. Haider sei seiner Meinung nach das Sinnbild für einen nimmermüden Einsatz für die Politik, das Land und Österreich.

Trauer. Ihre Bestürzung und Trauer anlässlich des Ablebens von Landeshauptmann Jörg Haider brachten Samstag auch Kärntens Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer im Rahmen der Trauersitzung der Kärntner Landesregierung zum Ausdruck. Bischof und Superintendent sprachen ihre Anteilnahme der Trauerfamilie aus.

"Leidenschaft". "Wir werden vieles in Erinnerung behalten, was groß an ihm war", so der Bischof weiter. Landeshauptmann Jörg Haider habe mit Leidenschaft gelebt und mit Leidenschaft wahrgenommen, wie es den Menschen gehe. "Sein Tod verbindet die Menschen in unserem Land", sagt Schwarz.

Schmerz. Superintendent Sauer sagte, es sei nicht vorstellbar, dass nun der Landeshauptmannsessel plötzlich leer sei. Sein Tod schmerze und tue sehr weh. Jörg Haider sei eine charismatische Persönlichkeit gewesen, seine Geistesgaben sehr vielfältig.

Geschützt und geschätzt. Der Intendant des Klagenfurter Stadttheaters, Josef E. Köpplinger, drückte der Familie und den engen Freunden Jörg Haiders seine Anteilnahme aus: "Sie haben einen geliebten Menschen verloren". Köpplinger fügte hinzu, dass er zwar die politischen Ansichten Haiders nicht geteilt habe. Doch er schätze es, dass Haider kein einziges Mal, weder inhaltlich noch politisch, Einfluss auf die künstlerischen Tätigkeiten genommen hatte. Haider habe das Theater geschützt und geschätzt.

Köpplinger war vor einem Jahr Dietmar Pflegerl als Intendant nachgefolgt. Pflegerl, der im Mai 2007 verstarb, hatte in seiner 15-jährigen Amtszeit immer wieder heftige Konflikte mit Haider ausgefochten.

"Gebirge verschwunden". Auch Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP), bekundete am Samstag seine Trauer über den Tod Haiders. Der Tod des Landeshauptmannes habe die politische Landschaft in Kärnten verändert. "Ein Berg, ja ein ganzes Gebirge ist verschwunden", so Scheucher. Jörg Haiders Einsatz für das Land sei von "beispiellosen Fleiß und unglaublichem Engagement" gewesen.




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Jörg Haider

Jörg Haider wurde am 26. Jänner 1950 in Bad Goisern geboren. Mit 20 Jahren stieg er in die Politik ein, 1976 übersie-delte er nach Kärnten. 1989 gelang ihm der Aufstieg zum Landeshauptmann von Kärnten. Nach Querelen mit der FPÖ gründete er 2005 das BZÖ. Bei einem Autounfall am 11. Oktober 2008 verunglückte er tödlich. Haider hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.

 


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