BZÖ-Politiker sind schockiert
Zutiefst schockiert vom Unfalltod ihres Parteichefs Jörg Haider waren am Samstag seine Kollegen aus dem BZÖ.

Foto © ReutersPeter Westenthaler
Zutiefst schockiert vom Unfalltod ihres Parteichefs
Jörg Haider waren am Samstag seine Kollegen aus dem BZÖ. Peter
Westenthaler, der fast 20 Jahre lang an der Seite Jörg Haiders
gestanden hatte, nannte ihn in der Morgen-ZiB des ORF "einen der
größten Politiker der österreichischen Nachkriegsgeschichte". Mit den
Tränen kämpfend unterstrich er vor allem Haiders "große
Menschlichkeit".
Dörfler betroffen. In Kärnten sei "die Sonne vom Himmel gefallen" und "die Uhren
stehen geblieben heute Nacht", zeigte sich der erste LHStv. Gerhard
Dörfler, der die Amtsgeschäfte als LH übernimmt, im
Radio-"Morgenjournal" tief betroffen. Das Land - in dem im kommenden
März die Landtagswahl ansteht - verliere eine "großartige
Persönlichkeit" und "den großartigsten Landeshauptmann".
Westenthaler. Westenthaler bat auch die "Gegner" seines verstorbenen
Parteichefs, "anzuerkennen, dass vor allem der Mensch Jörg Haider in
den Vordergrund zu stellen ist". Haider sei der erfolgreichste und
beliebteste Landeshauptmann gewesen. Er habe "für das Land unendlich
viel bewegt" - und "vor Ideen, vor Lebensenergie gesprüht", sagte
Westenthaler, den Haider vor der Nationalratswahl als Parteichef und
Spitzenkandidat abgelöst hatte.
Grosz. "Wir stehen unter Schock", zeigte sich
Ex-BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz in einer ersten Reaktion tief
betroffen vom plötzlichen Tod Jörg Haiders. Grosz erklärte,
"Österreich habe nicht nur einen der größten Politiker verloren",
sondern er auch "einen väterlichen Freund".
Scheibner. Für den stellvertretenden BZÖ-Chef Herbert Scheibner ist der Unfalltod von Parteigründer Jörg Haider "unfassbar". "Gestern war er noch für die Kärntner unterwegs und hat den persönlichen
Kontakt mit den Bürgern gefunden, und heute ist er nicht mehr. Das
ist für uns alle ein Schock", sagte Scheibner. Wer die Partei nun führen wird, ist noch nicht geklärt. "Das
sind Fragen, die wir uns derzeit weder stellen noch beantworten."
Jetzt würde es zuerst notwendig sein, den Schock von Haiders Tod zu verkraften.
Stadler. Ewald Stadler trauert um einen "politischen
Ziehvater", schrieb der frühere FPÖ-Politiker, der erst im Sommer zum BZÖ gewechselt war, in einer Aussendung. Er sei
"erschüttert und tief traurig" - und "einmal mehr froh darüber", dass es ihm "noch vergönnt gewesen" sei, sich mit seinem "langjährigen Freund Jörg Haider aussöhnen zu dürfen". Der Ex-Volksanwalt und künftige BZÖ-Nationalratsabgeordnete sah darin "geradezu eine Fügung".
Stadler sprach Haiders Familie sein Mitgefühl aus. Der Tod Haiders
habe "aber auch in Österreich und hier vor allem in Kärnten eine
nicht zu schließende Lücke gerissen", erklärte er weiter. Er forderte auch die "uneingeschränkte Unterstützung für BZÖ-Vize Stefan Petzner und Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Dörfler ein.











