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Zuletzt aktualisiert: 17.09.2012 um 11:05 UhrKommentare

Athen braucht auch nach 2020 Hilfe

Laut Medienberichten geht die Troika davon aus, dass Griechenland länger als geplant Finanzhilfen brauchen werde. Die schwächelnde Wirtschaft ist der Grund dafür, dass die Regierung auch nach 2020 Hilfskredite benötigen wird.

Foto © Reuters

Die Gläubiger Griechenlands gehen laut einem "Handelsblatt"-Bericht nicht mehr davon aus, dass das Land bis 2020 seine Schuldenlast wieder selbst tragen kann. Dieses Ziel sei nicht mehr erreichbar, berichtete die deutsche Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf Kreise der Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB). Daher werde das Land länger als geplant Finanzhilfen brauchen.

Damit erwiesen sich grundlegende Annahmen für das zweite Hilfspaket für Griechenland als hinfällig, hieß es in dem Bericht weiter. Bei der Bewilligung neuer Kredite in Höhe von 130 Milliarden Euro war Bedingung, dass Athen bis 2020 seine Staatsverschuldung auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senkt. Dazu sollte die griechische Regierung ab 2014 einen jährlichen Primärüberschuss von 4,5 Prozent des BIP ausweisen. Dieses Ziel werde Athen nun nicht vor 2016 erreichen, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf Troika-Kreise.

Fekter: Aufschub nur kurz

Griechenland werde nur einen "kurzfristigen Aufschub" bekommen, so die Finanzministerin. "Es gibt nur einen Zeitfaktor, der bezieht sich auf den Endbericht der Troika, wie lange Griechenland Zeit hat, jene Maßnahmen nachzuholen, die es durch die Wahlkämpfe vor dem Sommer versäumt hat. Da geht es um Wochen." Die griechische Regierung müsse etwas liefern, Privatisierungs- oder andere Reformmaßnahmen. Davon hänge die Beurteilung der Troika ab. Fekter ortet bei der griechischen Regierung einen starken Willen, die Reformen in die Tat umzusetzen.


Im Schuldensumpf

Die dramatische Verschuldung brachte Griechenland seit dem Frühjahr 2010 immer wieder an den Rand eines Staatsbankrotts – und führte zu massiven Problemen in der Euro-Zone.

 

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