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Zuletzt aktualisiert: 19.08.2012 um 22:47 UhrKommentare

Die Euro-Endrunde für Griechenland

Politiker lehnen weitere Zugeständnisse ab. Es laufen bereits Vorbereitungen für den Fall, dass Athen die Währungsunion verlässt.

Foto © Reuters

Beim Euro besteht dringender Sanierungsbedarf - selbst symbolisch. Deshalb wurde das große Signet am Flughafen in Frankfurt am Main, dem Sitz der Europäischen Zentralbank, abgeschraubt und eingelagert. Wann und ob das Werk vom Künstler Otmar Hörl wieder aufgebaut werden kann, ist unklar. Vorerst wird es jedenfalls nicht repariert.

Tatsächlich steht der Euro in dieser Woche als Gesamtwerk auf dem Prüfstand. Nach der Ankündigung des finnischen Außenministers Erkki Tuomioja, sein Land bereite sich auf einen Austritt vor, nutzen etliche Politiker in Europa das Wochenende, um sich konkret zur Zukunft der Gemeinschaftswährung und einem Ausschluss Griechenlands zu äußern. Gestartet hatte diesen Reigen Vizekanzler Michael Spindelegger, der laut über veränderte Regeln beim Euro nachgedacht und damit auch eine Ausschlussoption für Mitglieder ins Spiel gebracht hatte. Auch wenn er es nicht konkret auf Griechenland bezogen haben will, so war die Lesart eine andere. Immerhin stehen diese Woche Weichenstellungen in Athen an. Am Sonntag reiste der griechische Außenminister Dimitris Avramopoulos nach Deutschland. Er wollte das Treffen von Regierungschef Antonis Samaras mit Kanzlerin Angela Merkel am Freitag vorbereiten, dem die Griechen große Bedeutung beimessen. Einen Tag zuvor reist Frankreichs Präsident François Hollande zum Krisentreffen nach Berlin.

Spitzenpolitiker der CDU haben sich in Berlin mit drastischen Worten gegen weitere Zugeständnisse gewand. "Die Griechen müssen einhalten, was sie zugesagt haben, da gibt es keinen Spielraum mehr, weder beim Zeitrahmen noch in der Sache selbst", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder. Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte, "wir können nicht schon wieder ein neues Programm machen".

Gleichzeitig war bekannt geworden, dass Griechenlands Finanzierungslücke größer ist als angenommen. Athen sollen weitere 2,5 Milliarden Euro fehlen. Nach Berichten aus Berlin laufen Vorbereitungen für den Fall, dass Griechenland die Währungsunion verlässt.

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