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Zuletzt aktualisiert: 02.08.2012 um 12:50 UhrKommentare

Athen beginnt Verhandlungen mit den Troika-Geldgebern

Finanzminister Stournaras trifft heute Experten der Troika von EU, EZB und IWF, um sich über die Details des Sparprogramms von 11,5 Mrd. Euro zu verständigen.

Finanzminister Stournaras

Foto © APAFinanzminister Stournaras

Unmittelbar nach der Einigung über das neue Sparpaket hat die griechische Regierung die Verhandlungen mit den Geldgebern aufgenommen. Finanzminister Ioannis Stournaras traf am Donnerstag die Experten der Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Athen, um sich über die Details des Sparprogramms von 11,5 Mrd. Euro zu verständigen. Der erfolgreiche Abschluss dieser Verhandlungen ist Voraussetzung für weitere internationale Hilfen an das pleitebedrohte Euroland.

Die Koalitionsregierung in Athen hatte sich am Vorabend auf das neue Sparprogramm geeinigt. Seit Wochen hatten die Parteispitzen über die von den Geldgebern Griechenlands geforderten zusätzlichen Einsparungen gestritten. Von diesem Sparprogramm und weiteren Reformen hängt ab, wie der Bericht der Troika ausfällt. Die Experten der Geldgeber prüfen derzeit in Athen die Bücher. Ihr Bericht soll im September vorliegen.

Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des konservativen Regierungschefs Antonis Samaras erfuhr, gelang die Einigung der Koalitionsspitzen erst nach einer äußerst turbulenten Sitzung. Samaras habe die Chefs der Sozialisten und der Demokratischen Linken mit den Worten unter Druck gesetzt: "Es ist die letzte Chance. Leiten wir keine zusätzlichen Sparmaßnahmen ein, werden wir aus dem Euroland scheiden". Die Staatskassen seien fast leer, spätestens im September gehe das Geld aus. Die Sozialisten und die Demokratische Linke befürchten neue Massendemonstrationen und soziale Unruhen, wenn weitere harte Einschnitte bei den Löhnen und Renten erfolgen.

Die Geldgeber der Troika blockieren die Auszahlung von Teilzahlungen zugesagter Hilfsgelder, weil Athen mit seinen Sparverpflichtungen und Reformschritten in Rückstand ist. "Jetzt kommt die (neue) Rechnung", kommentierte am Donnerstag die Athener Zeitung der politischen Mitte "Ta Nea" die neuen Verhandlungen. "Renten, Löhne und das Sozialsystem wieder im Visier der Experten", laute die Hiobsbotschaft für den kleinen Mann.


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