Griechenland ignoriert Gewalt gegen Ausländer
Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch greifen in Griechenland Banden Immigranten an, ohne das dies von der Polizei und den Behörden geahndet wird.

Foto © ReutersImmigranten in Griechenland werden zunehmend Opfer von Gewalt
In Griechenland nimmt die Gewalt gegen Einwanderer nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu. Überall im Land griffen Banden Immigranten an, ohne dass dies von der Polizei und den Behörden geahndet würde, hieß es in einem am Dienstag vorgelegten Bericht der Organisation. Die Opfer würden oftmals von Beamten entmutigt, Strafanzeige zu stellen.
Feindlich gesinnte Umgebung
"Während Touristen willkommen sind, leben Migranten und Asylsuchende unter menschenverachtenden Bedingungen in einer feindlich gesinnten Umgebung und riskieren Armut sowie ausländerfeindliche Gewalt", kritisierten die Menschenrechtler.
Das genaue Ausmaß der fremdenfeindlich motivierten Gewalt in dem südeuropäischen Land ist dem Bericht zufolge nicht klar, da viele Opfer die Taten nicht anzeigten und staatliche Statistiken ungenau seien. Die Organisation habe 59 Menschen befragt, die angegriffen wurden oder einer Attacke nur knapp entkommen konnten. Die meisten Überfälle ereigneten nachts in Innenstädten. Meist attackiere eine Gruppe dunkel gekleideter Angreifer die Opfer mit Knüppeln, Bierflaschen oder Fäusten.
Griechenland leidet seit fünf Jahren an einer Rezession und an einer Rekord-Arbeitslosigkeit. Das Mittelmeerland gilt für manche Migranten aus Asien und Afrika als ein Einfallstor in die EU.









