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    Zuletzt aktualisiert: 26.05.2012 um 15:39 UhrKommentare

    Lagarde: "Mehr Mitleid mit den Ärmsten in Afrika"

    Harte Worte von IWF-Chefin Lagarde: Die Griechen "sollen sich selbst helfen und Steuern zahlen". Gelockerte Konditionen für die Griechen lehnt sie kategorisch ab.

    Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde

    Foto © APDie Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde

    Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, liest den Griechen die Leviten. Sie habe mehr Mitleid mit den Ärmsten in Afrika als mit den Menschen in dem verschuldeten Euro-Land, sagte die frühere französische Finanzministerin in einem Interview des britischen "Guardian".

    Die Griechen sollten sich gemeinsam selber helfen. "Indem sie alle ihre Steuern bezahlen." Lagarde schloss aus, dass der internationale Geldgeber die Bedingungen für die vereinbarten Reformen lockert. Es sei Zeit, dass die Griechen ihren Teil beitragen und ihre Gegenleistung erbringen, sagte sie.

    Der IWF ist an den Milliardenhilfen für Griechenland beteiligt und pocht darauf, dass die Regierung in Athen die Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessert und die öffentlichen Finanzen saniert.

    "Ich denke mehr an die Kinder, die in einem kleinen Dorf im Niger in die Schule gehen und zwei Stunden Unterricht am Tag erhalten, sich zu dritt einen Stuhl teilen und sehr froh sind, eine Ausbildung zu bekommen", sagte Lagarde. "Ich habe sie immer im Auge, weil ich glaube, dass sie sogar mehr Hilfe brauchen als die Menschen in Athen." Die Französin geht davon aus, dass die Schuldenkrise ihren Lauf nehmen muss. "Wissen Sie was: Was Athen anbetrifft, denke ich auch über all die Leute nach, die die ganze Zeit versuchen, ihren Steuern zu entkommen", sagte sie. Gleichermaßen beschäftige sie auch die Tatsache, dass der griechische Staat seinen Pflichten gegenüber den Bürgern nicht nachkomme.

    "Mein Job, die Wahrheit zu sagen"

    Lagarde wird in dem Interview so deutlich wie noch kein Politiker in den vergangenen zweieinhalb Jahren, seit Griechenland nicht mehr selbst für sein Auskommen sorgen kann und auf internationale Hilfe angewiesen ist. Auf die Frage, ob sie es als schwieriger empfinde, einem reichen Land harte Bedingungen aufzuerlegen als einem armen, antwortete die IWF-Chefin: "Nein, es ist nicht schwieriger. Nein. Weil es die Aufgabe des Fonds und mein Job ist, die Wahrheit zu sagen, unabhängig davon, wer auf der anderen Seite des Tisches sitzt. Und ich sage Ihnen: Es ist manchmal schwieriger, der Regierung eines Landes mit niedrigen Einkommen, wo die Menschen von 3000, 4000 oder 5000 Dollar pro Kopf im Jahr leben, zu sagen, bringt euren Haushalt in Ordnung und baut euer Defizit ab. Weil ich weiß, was das für die sozialen Programme und die Unterstützung der Armen bedeutet. Das hat viel größere Folgen."

    Aus Wut über die tiefen Einschnitte bei Löhnen und Sozialversicherungen sowie über die hohe Arbeitslosigkeit infolge der Rezession unterstützen viele Griechen inzwischen linke und populistische Parteien. Sie versprechen ein Ende des Sparkurses und eine Aufkündigung der Verträge mit den internationalen Geldgebern. Sollten diese Gruppen die zweite Neuwahl binnen sechs Wochen am 17. Juni gewinnen und mit ihren Ankündigungen Ernst machen, würde dies voraussichtlich ein Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone bedeuten.


    Top Vier der Euro-Zone treffen sich am 22. Juni

    Das Gipfeltreffen der vier größten Volkswirtschaften der Euro-Zone in Rom soll einem Zeitungsbericht zufolge am 22. Juni stattfinden. Diesen Termin hätten italienische Regierungsvertreter genannt, berichtete die französische Zeitung "Le Figaro" am Samstag. Damit liegt das Datum nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich am 17. Juni.

    Die deutsche Bundesregierung verwies darauf, dass Italiens Ministerpräsident Mario Monti als Gastgeber des Treffens einladen werde. Der Termin werde bekanntgegeben, sobald er vereinbart sei, erklärte ein Sprecher. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien wollen bei dem Treffen den EU-Gipfel am Ende des Monats vorbereiten, der über Wachstumsimpulse für die krisengeschüttelten südeuropäischen Staaten entscheiden soll.

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