Merkel ermahnt Athen: Sparbeschlüsse umsetzen
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die griechische Regierung ermahnt, das nun beschlossene Sparpaket ohne Abstriche umzusetzen.

Foto ©
"Manche dringend notwendige Maßnahme ist zwar auf dem Papier angenommen, aber noch bei weitem nicht durchgeführt worden", sagte Merkel der "Passauer Neuen Presse" (Freitag-Ausgabe). Die Regierung in Athen müsse nun erfüllen, was sie mit der sogenannten Troika von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) vereinbart habe.
"Die griechische Verschuldung muss bis 2020 auf etwa 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes reduziert werden, damit hätte das Land aus eigener Kraft wieder eine Chance an den Märkten", sagte Merkel. Sie bekräftigte die deutsch-französische Forderung nach der Einrichtung eines Sonderkontos für Griechenland. "Bei der Idee eines Sonderkontos und bei anderen Ideen geht es darum, den Schuldnern Griechenlands zu sagen, dass der Schuldendienst zuverlässig erfolgt. Der Gedanke ist, dass dieser Schuldendienst von einem gesonderten Konto bedient wird."
Merkel zeigte Verständnis für die Proteste in Griechenland. "Ich weiß, dass die notwendigen Reformen für viele Griechen harte Einschnitte mit sich bringen. Und ich habe Verständnis, wenn diejenigen, die persönlich die Krise ihres Landes nicht verschuldet haben, jetzt friedlich demonstrieren." Die Kanzlerin sprach sich erneut für den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion aus: "Griechenland ist Mitglied der Eurozone - und wir alle wünschen einen Erfolg am Ende der jetzt stattfindenden Verhandlungen."









