Alles hängt an den Pensionen
Die Gespräche der griechischen Regierung mit den Experten der "Troika" sind am frühen Donnerstagmorgen mit einer Einigung in den meisten Punkten zu Ende gegangen. Offen ist noch "ein Thema".

Foto © APIn Griechenland ist für Donnerstag ein Generalstreik angekündigt
Die Gespräche der griechischen Regierung mit den Experten der "Troika" sind am frühen Donnerstagmorgen mit einer Einigung bei den meisten Themen zu Ende gegangen. Offen ist nach Angaben des griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos noch "ein Thema" geblieben. Dagegen habe die griechische Seite allen anderen Parametern des harten Sparprogramms zugestimmt.
Die "Troika" besteht aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank (EZB).
Das strittige Thema sind Kürzungen von Renten in Höhe von etwa 300 Millionen Euro, berichtete das Staatsradio weiter. Dem Vernehmen nach sieht die Vereinbarung eine Senkung des Mindestlohns auf 586 Euro brutto (minus 22 Prozent), Streichungen bei den Zusatzrenten in einer Größenordnung von 15 Prozent und die Streichung von 15.000 Stellen bis zum Jahresende vor. Die Einschnitte stoßen auf massiven Widerstand bei den Gewerkschaften, die am Dienstag mit einem Generalstreik gegen den Sparkurs mobil gemacht hatten. Für Donnerstagabend ist in Athen eine große Kundgebung angekündigt. Im Falle einer Einigung der Parteiführer soll das Parlament in Athen ab Freitag über das Sparpaket beraten und am Sonntag darüber abstimmen.
Harte Verhandlungen
Papademos und die Führer der Sozialisten, Konservativen und der ultrarechten LAOS-Partei hatten mehrere Stunden lang über ein 50-Seiten-Papier verhandelt, das die Vereinbarung zwischen der griechischen Regierung und der sogenannten Troika aus Europäischer Union, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) beinhaltet. Venizelos sollte am Vormittag nach Brüssel zu einem Treffen der Eurogruppe am Donnerstagabend fliegen.










