Was, wenn Hellas pleite ist?
Die Gefahren einer unkontrollierten Pleite für Europa.

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"Griechenland ist schon insolvent und muss die Pleite anmelden. Wir erwarten diesen Schritt bald." Es klingt bedrohlich, was Edward Parker, Europa-Boss der Rating-Agentur Fitch sagt. Dennoch ist Pleite im Falle Griechenlands nicht gleich Pleite. Sollten die Banken (sie verhandeln ab Mittwoch wieder in Athen) endlich mit der griechischen Regierung den längst fälligen Schuldenschnitt von 50 Prozent fixieren, werten dies die Rating-Agenturen als teilweisen Zahlungsfall. Das ist in Wahrheit auch eine Pleite, eine geordnete Pleite. Die betroffenen Banken haben diese Beträge in ihren Bilanzen ohnehin schon abgeschrieben.
So weit, so geplant. Viel gefährlicher wird es, wenn die Verhandlungen scheitern, dann hätten wir es bald mit einer "unkontrollierten Pleite" zu tun. Das würde nicht nur sofort zum Bankrott der griechischen Banken führen, sondern alle Euro-Länder ins Mark treffen. Warum ist diese "Ansteckungsgefahr" so hoch? Vor allem, weil die Europäische Zentralbank (EZB) seit 2010 griechische Ramschanleihen, die Europas Banken im großen Stil loswerden wollten, aufgekauft hat. Der Ramschanleihen-Berg, der sich bei der EZB türmt, soll bereits 55 Milliarden Euro schwer sein. Bei unkontrollierter Pleite würde sie nur einen Bruchteil des Geldes wiedersehen. Da müssten wohl die staatlichen Notenbanken, also im Endeffekt die Steuerzahler, der EZB aushelfen. Vom Chaos in Griechenland, unbezahltem Personal und weiteren Finanzmarkt-Verwirrungen ganz zu schweigen.









