Brown lässt Tories den Vortritt
Nach der britischen Unterhauswahl lässt Premierminister Gordon Brown den oppositionellen Konservativen den Vortritt bei Koalitionsgesprächen mit den Liberaldemokraten - und bekräftigt zugleich seinen Führungsanspruch.

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Die beiden Parteien müssten die Zeit für solche Beratungen erhalten, sagte Brown am Freitag nach der Wahlschlappe seiner Labour Party. Sollten diese Gespräche keine Einigung bringen, sei er seinerseits zu Gesprächen mit den Liberaldemokraten über die Bildung einer Regierung bereit.
Gleichzeitig betonte Brown die Gemeinsamkeiten mit den Liberaldemokraten. So wolle auch Labour eine Reform für ein "faireres Wahlsystem". Priorität der Parteien sei es, die Wirtschaft zu stabilisieren.
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Labour hatte bei der Wahl eine Schlappe eingesteckt und kann deshalb nicht alleine regieren. Die Konservativen haben zwar mehr Stimmen, haben aber auch keine absolute Mehrheit erreicht. Dem amtierenden Premier steht das Vorrecht bei der Regierungsbildung zu, wenn es keine eindeutigen Mehrheiten gibt.
Brown will weiter in Downing Street 10 bleiben
Der britische Premierminister hat unterdessen seinen Anspruch bekräftigt, auch künftig die Regierung zu führen. Er sei bereit, mit jeder anderen Partei über ein Bündnis zu sprechen, sagte er am Freitag vor dem Regierungssitz in Downing Street 10 in London. Brown reichte den Liberaldemokraten die Hand und sagte, er unterstütze ihre Forderung nach einer Wahlrechtsreform. Dazu sollte es eine "sofortige Gesetzgebung" geben, sagte der Labour-Politiker.
Die Liberaldemokraten haben schon vor der Wahl erklärt, dass sie nur bei Abschaffung des Mehrheitswahlrechts zu einer Koalition bereit seien. Dieses System benachteiligt die kleineren Parteien. Allerdings sagte der Parteichef der Liberaldemokraten, Nick Clegg, am Freitag, die Option zur Regierungsbildung liege jetzt bei der stärksten politischen Kraft, der Konservativen Partei.












