Zickenkrieg im Élysée-Palast
Frankreichs neuer Präsident François Hollande steht zwischen seiner Freundin Valérie Trierweiler und seiner Ex-Partnerin Ségolène Royal. Trierweiler war überraschend Royal in den Rücken gefallen, indem sie deren Gegenkandidaten bei den Wahlen zur Nationalversammlung unterstützt hatte.

Foto © AP (2), ReutersEin Mann - François Hollande - zwischen zwei Frauen: Partnerin Valérie Trierweiler (links) und Ex-Lebensgefährtin Ségolène Royal
Frankreichs neue Regierung hat ihren ersten Skandal: Eine Kontroverse zwischen der Lebensgefährtin von Präsident François Hollande und seiner Ex-Partnerin könnte die sozialistische Spitzenpolitikerin Ségolène Royal ins politische Abseits manövrieren. Der Zickenkrieg zwischen Valérie Trierweiler und Royal wird für Hollande zur Belastungsprobe. Nach einer Umfrage droht die Affäre am Sonntag bei der zweiten Wahlrunde für die Nationalversammlung die Hoffnungen der sozialistischen Politikerin auf ein Mandat zunichte zu machen.
Trierweiler war am Dienstag überraschend Hollandes Parteifreundin Royal in den Rücken gefallen, indem sie deren Gegenkandidaten bei den Wahlen über eine Twitter-Nachricht unterstützt hatte. Laut Umfragen des Ifop/Fiducial-Instituts, die vor und während des Bekanntwerdens der Affäre durchgeführt wurde, hätte Royal keine Chance gegen ihren ortsansässigen linken Herausforderer. Olivier Falorni weigert sich, seine Kandidatur zugunsten von Royal aufzugeben.
Parteigenossen und Regierungspolitiker übten Kritik am Verhalten von Trierweiler. Premier Jean-Marc Ayrault forderte die 47-Jährige zu Zurückhaltung auf. Sie sei aus der Rolle gefallen, sagte der Sozialist François Rebsamen. "Sie muss lernen, den Platz einzunehmen, der der ihre ist." Offiziell unterstützen die Sozialisten ihre frühere Präsidentschaftskandidatin, die mit Hollande vier Kinder hat.











