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    Zuletzt aktualisiert: 22.04.2012 um 21:06 UhrKommentare

    Sarkozy und Hollande - Zwei Männer, ein Ziel

    François Hollande und Nicolas Sarkozy treffen sich am 6. Mai bei der Stichwahl wieder. Hollande verfügt allerdings um ein viel reicheres Wählerreservoir als Sarkozy. Die meisten Melenchon-Wähler dürften in der zweiten Runde für den Sozialisten stimmen.

    François Hollande und Nicolas Sarkozy treffen sich in zwei Wochen in der Stichwahl wieder

    Foto © ReutersFrançois Hollande und Nicolas Sarkozy treffen sich in zwei Wochen in der Stichwahl wieder

    François Hollande:

    Der langjährige Vorsitzende der Sozialistischen Partei (PS) hat sich als linke und bodenständige Alternative zu Nicolas Sarkozy positioniert. Gegner werfen dem 57-Jährigen jedoch Mangel an Regierungserfahrung und Routine auf dem außenpolitischen Parkett vor. Sie halten ihm auch vor, konfliktscheu zu sein und als Mann des Ausgleichs schwer haltbare Versprechen zu machen.

    Hollande will unter anderem 60.000 neue Stellen im Bildungsbereich und ein teures Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit. Die Reichen will er zur Kasse bitten: Auf Jahreseinkommen über eine Million Euro sollen 75 Prozent Steuern fällig werden. Unter den sozialistischen Anwärtern für die Präsidentschaftskandidatur 2012 war es Hollande, der am stärksten vom Aus des früheren IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn und dessen Sex-Affäre profitierte.

    Der am 12. August 1954 in Rouen in der Normandie geborene Arztsohn studierte - wie auch Sarkozy - Jura, aber auch Politikwissenschaften. Nach dem Abschluss der Elite-Hochschule Ecole Nationale d'Administration (ENA) 1980 war er zunächst am Rechnungshof tätig. 1979 trat Hollande in die Sozialistische Partei ein, schloss sich aber keinem der Flügel an. Im Kampf um einen Parlamentssitz unterlag er 1981 dem späteren Präsidenten Jacques Chirac in dessen Heimat-Departement Corrèze. Später konnte er es mehrmals gewinnen.

    Privat lebte Hollande lange mit der PS-Präsidentschaftskandidatin von 2007, Segolene Royal, zusammen. Die beiden haben vier gemeinsame Kinder. Die Ex-Partnerin zeigte sich zunächst sehr kritisch über Hollande, hielt sich aber nach dessen Nominierung zum sozialistischen Spitzenkandidat auffällig zurück. Heute ist die Politik-Journalistin Valerie Trierweiler die Frau an seiner Seite. Im Wahlkampf zeigte sie zwar Präsenz auf Hollandes Kundgebungen, blieb aber stets diskret im Hintergrund.

    Nicolas Sarkozy:

    Der amtierende Präsident gehört zum konservativen Lager, liebt aber den Tabubruch. Mit immer neuen Initiativen zwingt Sarkozy (57) Freund und Feind zu ständiger Bewegung. Beobachter spotteten daher über einen hyperaktiven Präsidenten - in Karikaturen oder Leitartikeln machte der Spitzname "Supersarko" die Runde.

    Im Wahlkampf versprach er unter anderem nationalitätsgebundene Abgaben für Steuerflüchtlinge und eine drastische Reduzierung der Einwandererzahlen. Wenn auf europäischer Ebene Fortschritte im Kampf gegen illegale Migration ausbleiben, will er einseitig die Grenze schließen. Nach den Terroranschlägen in Toulouse und Montauban versprach er ein härteres Vorgehen gegen islamische Extremisten. Sarkozys wichtigste politische Partnerin im Ausland ist derzeit die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Seine häufigen politischen Abstimmungen mit ihr ließen in der Euro-Krise das Schlagwort "Merkozy" für die Achse Berlin-Paris aufkommen.

    Privat ist seine "First Lady" das singende Ex-Model Carla Bruni. Das Paar heiratete Anfang 2008 und hat seit vergangenem Jahr eine gemeinsame Tochter namens Giulia. Nach einer anfänglichen demonstrativen öffentlichen Zurschaustellung seines privaten Glücks und Wohlstands schwenkte Sarkozy angesichts der Kritik um. Sein Privatleben wurde bewusst vor den Paparazzi abgeschirmt, seine Frau tauchte öffentlich nur gelegentlich auf den Zuschauerrängen auf.


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