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    Zuletzt aktualisiert: 22.04.2012 um 16:39 UhrKommentare

    Frankreich-Wahl: Zwischen Wandel und Merkozy

    In Frankreich hat am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. 44,5 Millionen Wähler sind aufgerufen, sich zwischen zehn Kandidaten zu entscheiden. Zu Mittag liegt die Wahlbeteiligung bei 29 Prozent. Mit Snacks und Geschenken will man Wahlmuffel zur Urne locken.

    Kampf um Platz 1: Hollande und Sarkozy

    Foto © ReutersKampf um Platz 1: Hollande und Sarkozy

    Mit einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung hat in Frankreich die erste Runde der Präsidentenwahl begonnen. Bis zu Mittag hatten nach Angaben des Innenministeriums 28,29 Prozent der wahlberechtigten Franzosen ihre Stimme abgegeben. Insgesamt rund 44,5 Millionen Bürger dürfen darüber entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren das höchste Amt im Staat bekleidet. Als großer Favorit gilt der Sozialist François Hollande, den alle Umfragen vor dem konservativen Amtsinhaber Sarkozy sehen.

    Jene Wähler, die jedoch am Sonntag zur Urne gingen, demonstrierten Entschlossenheit. Im Pariser Arbeiter-Vorort Saint Denis war am Sonntag von Wahlmüdigkeit ebenso wenig zu spüren wie im bürgerlichen 15. Arrondissement. "Wir hatten einen sehr belebten Auftakt, von einer verbreiteten Stimmenthaltung haben wir bisher noch nichts gemerkt", berichtete der Leiter des Wahlbüros an der Avenue Felix Faure, Philippe Mouricou. Wenige Straßen weiter befindet sich das Wahlkampf-Hauptquartier des um seine Wiederwahl kämpfenden konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

    "Will den Wandel

    Die Stimmen der Menschen in diesem Viertel sind ihm trotzdem nicht unbedingt sicher. "Ich habe für François Hollande gestimmt" sagt die 33jährige Ghislaine beim Verlassen des Wahlbüros. "Ich bin von Sarkozy enttäuscht und will diesmal den Wandel." Mehrere Dutzend Kilometer entfernt, im beschaulichen Pariser Vorort Taverny, äußert sich die Lehrerin Nelly Jallet ähnlich. Vor ihrer Stimmabgabe meint sie: "Auch wenn ich nicht hunterprozentig von Hollande überzeugt bin werde ich für ihn stimmen. Ich erwarte keine Wunder von ihm, aber er verteidigt einfach unsere Interessen besser als Sarkozy."

    "Meine Stimme bekommt Merkozy"

    Ihre in Straßburg studierende Tochter ist extra zur Wahl angereist - so wie auch der Arzt Jean-Georges Mercier, der für die Stimmabgabe zu Hause seinen Urlaub verkürzt hat. "Meine Stimme bekommt Merkozy", sagte er mit Blick auf die in der Euro-Krise geprägte Bezeichnung für das Polit-Paar Sarkozy und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. Merciers Begründung: "Hollandes politische Vision ist nicht kompatibel mit den großen europäischen Herausforderungen." Auch auf dem Lande war Wahlmüdigkeit nicht immer sichtbar - wenn mitunter auch aus einem anderen Grund: "In einem Dorf ist die Wahl auch eine Gelegenheit, sich zum Schwatz zu treffen", sagte die Pensionistin Aude Bracquemond.

    Die ehemalige Lehrerin wohnt im beschaulichen Normandie-Dorf Chaise-Dieu-le-Theil, wo sich auch viele ältere Franzosen aus Paris zur Ruhe setzen und die rechtsextreme Front National auf beachtliche Zustimmung stößt. "260 Einwohner, 237 Wahlberechtigte - und eine Wahlbeteiligung von 71 Prozent schon kurz vor 15.00 Uhr", sagt sie mit Berufung auf den Bürgermeister. Wen sie gewählt hat? Trotz ihrer Begeisterung für die französische Umweltpartei hat sie nicht für deren Kandidatin Eva Joly gestimmt: "Ich habe nützlich gewählt und mein Kreuz für Hollande gemacht - ich bin für den Wandel."

    Enttäuschung über die politische Bilanz des Amtsinhabers Sarkozy motivierte auch die Wahl der Jura-Studentin Amelie Aiad im Pariser Arbeiterviertel Saint-Denis. Allerdings hält die 19-Jährige sowohl Hollande wie Sarkozy für "zu schwammig". Nur einer konnte überzeugen: der Zentrumspolitiker Francois Bayrou. "Er wird da konkret, wo die anderen nur Blabla reden", betont Amélie. Ihre Mutter Lydia dagegen entschied sich für den extremen rechten Rand des politischen Spektrums - sie stimmte für Marine Le Pen. Die Begründung der aus bescheidenen Verhältnissen stammenden Französin: Sie sehe nicht ein, dass "die falschen, arbeitsscheuen Armen" vom Staat finanziert werden. In ihrem Problemviertel sei auch mehr Sicherheit für sie wichtig - ganz so, wie es Le Pen verspricht.


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