Alte Wunden behindern neue Allianz
Zusammenarbeit von FPK und FPÖ in Spittal benötigt Zeit - der FPÖ-Mandatar bleibt skeptisch. Im Gitschtal funktioniert eine Kooperation längst.

Foto © KLZ / KoscherKärntner BZÖ-Wechsel zur Strache FPÖ im Konzerthaus Klagenfurt lässt in Oberkärnten Zweifel bestehen
Daniel Ramsbacher, der einzige FPÖ-Mandatar in der Stadt Spittal, steht einer Kooperation mit den FPK-Vertretern in Spittal skeptisch gegenüber: "Noch vor einem halben Jahr gab es wegen der Zusammenarbeit mit der SPÖ vom damaligen BZÖ Korruptionsvorwürfe gegen mich. Das kann ich nicht so schnell vergessen", sagt er und will auch "die Entscheidung der Parteispitze bezüglich Zusammenarbeit abwarten". Eine Fortführung der Kooperation mit der SPÖ schließt der 34-Jährige nicht aus. "Dadurch haben wir Zugang zu den Ausschüssen und unsere Position ist gestärkt", sagt der Unternehmer.
Aussagen bleiben
Franz Wiedenig, Stadtrat von Hermagor, ärgert sich über das neue Kürzel FPK. "Wir sind die Freiheitlichen in Kärnten. FPK ist eine mediale Erfindung." Der Unternehmer steht für die Annäherung an die FPÖ, kritisiert aber die "raschen Verhandlungen" und bleibt dabei, "für Strache nicht arbeiten zu wollen, weil Aussagen zwischen uns stehen". Auf Gemeindeebene ist Wiedenig für die Zusammenarbeit mit dem einzigen FPÖ-Mandatar Christian Steinwender.
"Eine funktionierende Zusammenarbeit benötigt aufgrund früherer Differenzen zwischen BZÖ und FPÖ noch Zeit", sagt Steinwender. Der Landwirt hatte auf Gemeindeebene mit dem BZÖ "nie Probleme, eine Kooperation sieht aber anders aus". Johannes Zauchner (BZÖ), Vizebürgermeister von Dellach/Gail, "bleibt seiner Linie und den Wählern treu, die das BZÖ und nicht Strache gewählt haben". Die Entscheidung von drei weiteren Mandataren in Dellach steht noch aus.
Gitschtal ist anders
Hans Holzfeind, FPÖ-Mandatar der Gemeinde Gitschtal, arbeite laut Bürgermeister Günther Sattlegger (FPK) schon jetzt in den Ausschüssen mit. Sattlegger ist für eine künftige Kooperation mit der FPÖ und sieht "gemeinsames Arbeiten als sinnvolles Ziel in der nahen Zukunft".
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"BZÖ-Vorwürfe kann ich nicht vergessen" sagt Ramsbacher (FPÖ)Foto © Stöflin








