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Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema Voriger Artikel Aktuelle Artikel: FPÖ-BZÖ Nächster Artikel Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema
Zuletzt aktualisiert: 20.01.2010 um 05:00 UhrKommentare

Unmut der Wähler gilt nur den Landesparteien

Kärntner wollen von heimischen Politikern nichts mehr wissen, haben aber ihre klaren Favoriten im Bund. VP "erntet" die bisherigen BZÖ-Wähler, zeigt eine OGM-Umfrage.

Foto © APA/ Symbolbild

Mehr als die Hälfte der Kärntner würde bei einer Landtagswahl derzeit gar nicht zur Wahl gehen oder keine der vier Landtagsparteien wählen. Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich bei der politischen Präferenz auf Bundesebene: da ist die Anzahl jener gering, die unentschlossen sind, nicht wählen gehen wollen oder einer anderen Partei als den im Nationalrat vertretenen Parteien ihre Stimme geben würden. Für OGM-Chef Wolfgang Bachmayer ist die "deutliche Differenzierung völlig ungewöhnlich" und Ausdruck der "tief sitzenden politischen Frustration" in Kärnten, die von der jüngsten OGM-Umfrage zutage gefördert wurde.

Die Spaltung der Partei Jörg Haiders durch Uwe Scheuch hat deren Wählerzuspruch auf Landes- wie auf Bundesebene halbiert. Während in Kärnten davon die anderen Parteien nur geringfügig profitieren - bis auf die FPÖ von HC Strache -, "erntet" auf Bundesebene ÖVP-Chef Josef Pröll die enttäuschten BZÖ-Wähler. "Sie laufen in hellen Scharen zur ÖVP über", sagt Bachmayer. Es sieht dies als weiteres Indiz für die Probleme der Landes-ÖVP, die sich am gravierendsten in den schlechten Werten für Parteichef Josef Martinz (Zweidrittel der ÖVP-Wähler wollen seinen Rücktritt) zeigen.

Revolte nicht abgesagt

Die Landes-ÖVP sieht mit dem Votum des Parteivorstandes am Montag für Martinz die Obmanndebatte beendet. "Die Revolte ist nicht abgesagt", meint hingegen der frühere Nationalratsabgeordnete Klaus Auer. Bei einer Unterredung zwischen Martinz und Auer gab es keine Annäherung. Unzufriedene Mitglieder sollen jetzt Protestaktionen überlegen.

Besserung angesagt

FPK-Chef Scheuch überlegt wiederum, wie die über die Politiker empörten Kärntner besänftigt werden können. Er hat gestern den Obmännern der Landtagsparteien Terminvorschläge für ein Gespräch am "Runden Tisch" in der nächsten Woche gemacht. Da soll der Versuch unternommen werden, sich auf Spielregeln für einen fairen Umgang miteinander zu einigen. Scheuch ist sich bewusst, dass er und seine Partei einen besonders großen Handlungsbedarf haben.

ANTONIA GÖSSINGER

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