Martinz erhielt volle Rückendeckung
Der von schlechten Umfragewerten und dem Hypo-Skandal gebeutelte ÖVP-Chef stellte im Landesparteivorstand die Vertrauensfrage.
Es war fünf nach zwölf, als die Pressekonferenz begann. Für ÖVP-Obmann Josef Martinz war das allerdings kein schlechtes Zeichen. Er trat vor die Presse und verkündete: "Eine Obmanndebatte gibt es nicht, ich habe das 100-prozentige Vertrauen seitens des Landesparteivorstandes". Zur Untermauerung fiel hinter ihm der Vorhang und gab den Blick frei auf die Vorstandsmitglieder, die sich demonstrativ hinter ihrem Parteichef aufstellten.
Angesichts der katastrophalen Umfragewerte für seine Person, hatte Martinz die Vertrauensfrage gestellt. Alle anwesenden Mitglieder - zwei fehlten - votierten für seinen Verbleib an der Parteispitze. Eine OGM-Umfrage im Auftrag der Kleinen Zeitung hatte ergeben, dass zwei Drittel der ÖVP-Wähler für den Rücktritt von Martinz sind. Er nannte das "nicht erfreulich", konnte der Umfrage aber auch Positives abgewinnen: "Ein Drittel will, dass ich bleibe". Aus der Umfrage leitete Martinz ab, dass dringend etwas gegen den Polit-Frust der Bürger unternommen werden muss und es Aufklärungsbedarf in Sachen Hypo gibt. "Dass es nicht gelungen ist, den Kärntnern die Vorteile aus dem Hypo-Verkauf klar zu machen" irritiert Martinz, gebe es doch aus dem Verkaufserlös den Zukunftsfonds.
"Frage der Alternativen"
Von der Kleinen Zeitung am Montag falsch zitiert fühlt sich ÖVP-Landgeschäftsführer Achill Rumpold. Er hatte die Koalition mit der FPK nicht als alternativlos dargestellt, sondern von einer zu klärenden "Frage der Alternativen" gesprochen.








