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Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema Voriger Artikel Aktuelle Artikel: FPÖ-BZÖ Nächster Artikel Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema
Zuletzt aktualisiert: 18.01.2010 um 22:45 UhrKommentare

"Es ist halt wie eine Vernunftehe"

Nach Abspaltung der FPK vom BZÖ wird in den Villacher Gemeinden weiter heftig diskutiert.

Nicht überall herrscht eitel Wonne nach dem Landesparteitag

Foto © APANicht überall herrscht eitel Wonne nach dem Landesparteitag

Quer durch Bezirk und Stadt Villach wird in orange-blauen Parteikreisen der Landesbeschluss auf Gemeindeebene ausgeführt. Nicht überall mit gleicher Begeisterung, einige sprechen von einer "Vernunftehe". Die Finkensteiner Kritikerin Johanna Trodt-Limpl etwa fügt sich "aus Vernunftsgründen" in die neue Kooperation: "Es wird ein tiefer Riss durch viele Ortsgruppen gehen, aber jetzt müssen wir für Finkenstein arbeiten und dafür brauchen wir gute Kon- takte zum Land." Werner Sitter, Chef der FPÖ-Liste, erhebt den Führungsanspruch und ortet: "Auch ohne diesen Schritt wäre die halbe orange Mannschaft zu uns übergelaufen."

In Fresach sieht Vizebürgermeister Gerhard Altziebler parteiliche Geschlossenheit für die in Klagenfurt getroffene Entscheidung. Und der Paternioner Wolfgang Maurer: "Es hätte keine Alternative gegeben, gemeinsam sind wir stärker!" Der Villacher Stadtparteichef Roland Zelloth, gerade erst mit 97 Prozent in der Funktion bestätigt, sieht in seinen Reihen ebenfalls keine BZÖ-Beharrer: "Freilich werden wir viele intensive Gespräche führen müssen, aber es gab nur zwei Parteiaustritte."

Sachpolitik vorrangig

"Wir müssen uns in der Gemeinde wieder auf die Sachpolitik konzentrieren", meint Stockenbois Bürgermeister Hans Jörg Kerschbaumer. Mit seinen Fraktionskollegen habe es noch keine Gespräche gegeben, jedem stehe es frei, sich für das BZÖ zu entscheiden. "Der Wähler wird uns nach den Leistungen in der Gemeinde beurteilen." Das BZÖ würde wohl kein Geld an die Gemeinden verteilen können.

Nach unsicheren Wochen herrsche jetzt in Afritz "Klarheit, in welche Richtung die Reise geht", wie es Bürgermeister Maximilian Lindner ausdrückt. Er macht mit seiner Fraktion den Wechsel zur FPK mit. "Wähler und Bürger brauchen aber viel Information", hat Lindner beobachtet. "Wir in Afritz haben ja nicht nur Parteimitglieder auf der Liste. Vielen geht es einfach darum, etwas zu bewegen." Auch in Treffen geht man betont einheitlich den Weg der FPK. "Wir müssen eine gemeinsame Gruppe sein, nicht zerfleddert. Sonst wären wir ja eine Juxtruppe!", sagt Vizebürgermeister Hermann Strassnig.

ELENA MOSER, CLAUDIA LUX

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