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Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema Voriger Artikel Aktuelle Artikel: FPÖ-BZÖ Nächster Artikel Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema
Zuletzt aktualisiert: 18.01.2010 um 21:28 UhrKommentare

Die Orangen stimmen sich jetzt auf Blau ein

Die bisherigen BZÖ-Gemeindechefs von Klagenfurt, Keutschach und Pörtschach folgen dem Ruf der FPK. Parteiintern reibungslos, aber Polit-Partner sind skeptisch.

Am Samstag wählten die bisher orangen "Freiheitlichen in Kärnten" beim Parteitag Uwe Scheuch mit 90,15 Prozent zum Obmann der FPK. Bei dem Parteitag haben sie gleichzeitig auch "Ja" zur Kooperation mit der FPÖ gesagt. Wir haben bei den bisherigen BZÖ-Bürgermeistern in Klagenfurt, Keutschach, Pörtschach und Maria Wörth nachgefragt, ob sich mit dem Farbwechsel etwas für die Gemeinde ändern wird und wie die Stimmung in den Parteien ist.

Für den Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko steht außer Frage, dass er mit seinen Parteikollegen den Weg der FPK geht. "Wir haben als die Freiheitlichen in Keutschach kandidiert und dafür stehen wir auch weiterhin, egal welche Farbe wir jetzt haben", so Oleschko. Das Arbeiten in der Gemeinde werde durch den Farbwechsel nicht beeinflusst, auch die Stimmung im Gemeinderat bezeichnet er als "grundsätzlich gut".

In Pörtschach ist die Sache - um es mit den Worten von Stadtchef Franz Arnold zu sagen - relativ einfach. Arnold sieht die Entscheidung, zur FPK zu wechseln, nämlich "als sachlich richtig": "Fakt ist, dass eine Partei im Bund gut vertreten sein muss, weil eben genau dort die Gelder fließen." Für die Pörtschacher Bürger soll sich nichts verändern.

Wie es in Maria Wörth weitergeht, ist ungewiss, da Bürgermeister Adolf Stark der Kleinen Zeitung gegenüber keinen Kommentar abgeben wollte.

Kritik von SPÖ

In Klagenfurt wartet indes Bürgermeister Christian Scheider noch die Umsetzung der Parteitagsbeschlüsse ab. "Das BZÖ geht geschlossen zur FPK über. Dieser Tage gibt es noch Kooperations-gespräche mit der FPÖ. Es ändert sich nichts, die Inhalte bleiben die gleichen", sagt Scheider. Seine Arbeitspartnerin, SPÖ-Chefin Maria-Luise Mathiaschitz, zeigt sich von der "Umfärbeaktion" irritiert. In einer Aussendung verkündet sie, dass sie die ehemaligen BZÖler beobachten und dann entscheiden werde, ob die Zusammenarbeit aufrechtbleibt. Scheider sieht dem gelassen entgegen.

KERSTIN OBERLECHNER

Übersicht

Klagenfurt. Bürgermeister Christian Scheider. Gemeinderat besteht aus 45 Mitgliedern, davon 14 FPK. Stadtsenat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen. Vier sind bei der FPK.

Keutschach am See. Bürgermeister Gerhard Oleschko. Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder, davon sind zehn bei der FPK.

Pörtschach. Bürgermeister Franz Arnold. Die sieben von insgesamt 19 Gemeinderatsmitglieder ziehen zu 100 Prozent mit der FPK mit.

Maria Wörth. Bürgermeister Adolf Stark. Der Gemeinderat setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen. Sechs Mandatare halten FPK-BZÖ, vier BMWL, drei SPÖ und zwei ÖVP.

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