Bucher und Petzner wollen Abspaltung noch abwenden
BZÖ-Obmann Josef Bucher und Generalsekretär Stefan Petzner hoffen bis zuletzt, dass es zu keiner Abspaltung der Freiheitlichen in Kärnten kommt. Unterschriftenaktion für Urabstimmung beim Landesparteitag am 16. Jänner laufe "sehr gut".

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Die vor wenigen Tagen gestartete Unterschriftenaktion für eine Urabstimmung beim Kärntner Landesparteitag am 16. Jänner laufe "sehr gut", so Petzner am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Er ortet zudem bei jenen drei bisherigen BZÖ-Abgeordneten, die dem ebenfalls bisherigen Kärntner BZÖ-Chef Uwe Scheuch bei der Kooperation mit der FPÖ folgen dürften, eine Unsicherheit.
Die FPK habe "kein rechtliches Fundament", betonte Bündnisobmann Josef Bucher einmal mehr und vermutet, dass der Landesparteitag undemokratisch ablaufen wird. So habe er etwa von der "relativ bescheidenen" Redezeit, die ihm zugestanden werde, aus den Medien erfahren. Bucher sprach sich gegen das Auftreten mehrerer Gruppierungen in Kärnten aus, die alle um die gleiche Wählerschaft buhlen: "Das wollen wir verhindern. Wir wollen nichts zerschlagen." Das BZÖ werde es jedenfalls in Kärnten auch in Zukunft "sicher" geben.
Die bisherigen BZÖ-Abgeordneten Martin Strutz, Josef Jury und Maximilian Linder seien sich ihrer Sache nicht sicher, so Petzner: "Das weiß ich." Zwar gebe es zwischen ihnen und dem Bündnis keine Gespräche und man sollte auch nicht zu viel hineininterpretieren, meinte der Generalsekretär, aber er ortet eine massive Verunsicherung. Die Entscheidung liege jedenfalls bei den drei Genannten.
Am Landesparteitag Mitte Jänner sollen alle Mitglieder entscheiden können, unter welches bundespolitische Dach man sich stellen möchte. "Alle Mitglieder sollen befragt werden. Das ist am ehrlichsten und demokratischsten", so Bucher. Wie viele Unterschriften bereits gesammelt wurden, wollte Petzner noch nicht bekanntgeben.
In der Nacht auf Mittwoch sei außerdem versucht worden, die BZÖ-Homepage zu hacken. Offenbar wurden hierzu Passwörter von Mitarbeitern, die mittlerweile nicht mehr zum Bündnis gehören, verwendet. "Diese undemokratische Vorgangsweise verurteilen wir. Es wurden Adressen sichergestellt und es werden Konsequenzen gezogen", so Petzner. Zwar wären rechtliche Schritte möglich, der Generalsekretär möchte dies jedoch im persönlichen Gespräch klären.








