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Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema Voriger Artikel Aktuelle Artikel: FPÖ-BZÖ Nächster Artikel Heftiger "Aussendungsstreit" zwischen FPK und Petzner Auflösung der Kärntner FPÖ für Bundespartei kein Thema
Zuletzt aktualisiert: 18.12.2009 um 12:59 UhrKommentare

Drittes Lager künftig wohl in drei Parteien zersplittert

Zwei Tage nach der Wiedervereinigung des Kärntner BZÖ mit der Bundes-FPÖ nach dem CDU/CSU-Modell zeichnet sich eine Zersplitterung des Dritten Lagers im südlichsten Bundesland auf gleich drei Parteien ab.

Jannach will weitermachen

Foto © KLZ/ KoscherJannach will weitermachen

Einerseits will die Landesgruppe der FPÖ ihre Selbstauflösung nicht einfach hinnehmen, der erst vor drei Wochen zum Obmann gewählte Harald Jannach will vorerst weitermachen. Andererseits überlegt das BZÖ die Gründung einer neuen Landesgruppe in Kärnten.

Nachdem die Kärntner Orangen unter Parteichef Uwe Scheuch nun wieder blau geworden sind und jetzt unter dem Kürzel FPK auftreten, will BZÖ-Obmann Josef Bucher dagegenhalten. Am Freitag wurde in der Bundesparteizentrale in Wien diskutiert, in welcher Form man künftig in Kärnten vertreten sein könnte. Als möglicher Landesobmann in Kärnten könnte Stefan Petzner fungieren, das größte Problem bei diesem Vorhaben ist aber der Mangel an Strukturen, auch finanziell sind die Orangen eher klamm. Trotzdem will der aus dem Bezirk St. Veit stammende Bucher nicht so einfach aufgeben.

Am Donnerstagabend rief die Parteiführung der FPK die Funktionäre zu einer Zusammenkunft nach Pörtschach, um die Gründe für die Rückkehr zu Heinz-Christian Straches FPÖ darzulegen. Teilnehmer berichteten, dass nicht alle Funktionäre mit dem Schritt von Parteichef Uwe Scheuch einverstanden gewesen seien. Vor allem altgediente "Haiderianer" sind wenig angetan davon, mit Strache, wegen dessen Linie sich Jörg Haider 2005 von den Blauen abgewandt hatte, zusammenarbeiten zu müssen. Offene Kritik soll es aber kaum gegeben haben.

Wie es mit der Kärntner FPÖ weitergehen soll, steht derzeit völlig in den Sternen. Jannach will die Landesgruppe weiter erhalten, die Frage ist, ob die finanzschwache Partei dazu in der Lage ist. Parteienförderung bekommt sie keine - das gilt auch für eine eventuelle neue BZÖ-Landesgruppe - bei der letzten Landtagswahl hatte man mit Spitzenkandidat Mario Canori nicht einmal vier Prozent erreicht. Und bei den Kommunalwahlen eroberten die Blauen gerade einmal 29 Gemeinderäte. Ein angekündigtes Gespräch zwischen Jannach, Strache und Scheuch im Jänner soll Klarheit bringen.

Quelle: APA

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