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    Zuletzt aktualisiert: 16.09.2007 um 19:17 Uhr

    Die Bürokratie kostet am wenigsten

    So funktioniert das EU-Gemeinschaftsbudget.

    Foto © AP

    126,5 Milliarden Euro sind viel Geld. Verteilt auf 27 Staaten und fast 500 Millionen Bürger relativiert sich diese Zahl allerdings. 126,5 Milliarden Euro - so viel macht der EU-Haushalt für das Jahr 2007 aus. Verglichen mit dem deutschen Bundeshaushalt 2007, der laut Plan Ausgaben von ca. 270 Milliarden Euro ausweisen soll, ist das Gemeinschaftsbudget sogar relativ klein.

    Mitgliedstaaten zahlen Löwenanteil. Die Verantwortung für die Verwaltung des EU-Haushalts liegt bei der Europäischen Kommission. Den Löwenanteil der EU-Mittel (etwa 76 Prozent) geben allerdings die Mitgliedstaaten aus. Die Gelder teilen sich wie folgt auf: Die nachhaltige Entwicklung wird mit 54,9 Milliarden gefördert. 9,4 Milliarden fließen in Forschung, Energie und Verkehr sowie Sozialpolitik. Der Großteil des Haushalts (56,3 Milliarden) ist für natürliche Ressourcen vorgesehen und deckt die Bereiche Umwelt, ländliche Entwicklung und Landwirtschaft ab. 6,8 Milliarden gehen in die Entwicklungszusammenarbeit, Nachbarschaftspolitik und Hilfen für potenzielle Bewerberländer. Für Verwaltungsausgaben der EU werden 6,9 Milliarden Euro bereitgestellt - sie machen damit nur rund 5 Cent von jedem Euro aus, den die Union ausgibt.

    Keine Finanzhoheit. Finanziert wird der Haushalt hauptsächlich durch Beiträge der Mitgliedsstaaten, da die EU keine Befugnis hat, Steuern und Abgaben zu erheben. Dabei orientiert sich der Beitrag an der Wirtschaftskraft jedes Landes. Weitere Einnahmen sind Agrarzölle und Zuckerabgaben, Zölle, die auf Waren aus Nicht-EU-Ländern erhoben werden und Mehrwertsteuereinnahmen. So gibt jeder Mitgliedsstaat ein Prozent seiner Mehrwertsteuereinnahmen an die EU weiter.


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