Europa hat bedenkenlos seinen Wasserüberfluss verspielt
Weniger und teurer: Die EU entwickelt ein Überlebenskonzept.

Foto © ReutersWie lange wird dieser Brunnern noch Wasser haben?
Täglich sterben 18.000 Kinder an nichts. Mit 30 Euro können Sie einer Familie den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern", bat die Caritas am vergangenen Sonntag bei ihrer Augustsammlung. Eine klare Sache. Wir spenden und in Afrika sprudelt aus einem Brunnen das Überlebensnass.
Und ein bisschen beruhigen wir mit der milden Gabe auch unser schlechtes Gewissen als Bewohner in einem Land des Trinkwasser-Überflusses.
Dürre.
Noch. In manchen Regionen der EU sieht es bereits viel trister aus, ist anhaltende Dürre längst zur Geißel geworden, Wasserknappheit bestimmt den Alltag von Millionen Menschen. Da ist dann Trinkwasser nicht nur ein so dahin gesagtes kostbares Gut, sondern sein Konsum schlägt wirklich horrend auf das Haushaltsbudget.
Oftmals wird in die Debatte geworfen: Muss ich hierzulande wirklich für drei Tropfen Urin zehn Liter Wasser der Spitzenqualität verschwenden? Wenn es so einfach wäre, dass eine Wasserersparnis im sprudelnden Alpental den ausgetrockneten südspanischen Brunnen auffüllt.
Aufrechnungsfaktor.
Für Gerechtigkeitsfanatiker spielt dann auch noch der Aufrechnungsfaktor eine Rolle: Wer ganze Landstriche für den hohen Wasserverbrauch der Touristen-Hochburgen austrocknen lässt und als Transportmittel für das kostbare Nass marode Rohre verwendet, sei selber schuld.











