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    Fischler: "Hinausgehen und mit den Leuten reden" Brüssel in der Hand der Banken Voriger Artikel Aktuelle Artikel: EU Nächster Artikel Fischler: "Hinausgehen und mit den Leuten reden" Brüssel in der Hand der Banken
    Zuletzt aktualisiert: 03.02.2008 um 22:33 Uhr

    Die Gruselgeschichte vom Wasserraub

    Ein EU-Mythos und seine Realität: Sauberes Trinkwasser ist auch in Europa Mangelware.

    Kostbares Gut Wasser - ein Thema das jeden angeht

    Foto © APAKostbares Gut Wasser - ein Thema das jeden angeht

    Eines der Schauermärchen, das die Gegner des EU-Vertrags derzeit verbreiten, ist das vom "Wasserraub". Demnach trachteten Brüsseler Bürokratenzirkel danach, Österreich die Verfügung über sein Wasser zu nehmen, um dieses über Pipelines nach Spanien zu pumpen. Das ist natürlich Unfug. Abgesehen davon, dass jeder Experte bestätigen kann, dass das Wasser kaputt wäre, ehe es ankäme, stärkt der Reformvertrag im Gegenteil sogar die Gemeinden als lokale Daseinsvorsorger. Unser Wasser bleibt rot-weiß-rot, solange es die Regierung in Wien so will.

    Weltwasser-Bericht. So wie alle Mythen hat aber auch diese Schreckgeschichte einen wahren Kern: Andere Länder blicken voll Neid auf Österreichs Wasserreichtum und -güte. Sauberes Trinkwasser ist nicht selbstverständlich. Bestes Beispiel dafür ist Belgien. Kaum sonstwo ist das Wasser so mies wie im Königreich der Flamen und Wallonen. Das sagt nicht irgendwer, das sagt die Unesco. In ihrem Weltwasser-Bericht von 2003 belegte Belgien in puncto Wasserqualität den letzten von 122 Plätzen. Selbst der Sudan und Indien haben saubereres Wasser. Schuld daran sind das verpestete Grundwasser, die industrielle Verschmutzung und die schleißige Abwasserbehandlung.

    Mineralwasser schleppen. Auf den Alltag in Brüssel hat das spürbare Auswirkungen: Eine der ersten Lektionen, die man als Zugezogener lernt, ist, dass man eben nicht ganz selbstverständlich den Wasserhahn aufdrehen und ein Glas Rohrsprudel trinken kann. Zwar wird jeder Belgier, den man fragt, ob das Leitungswasser genießbar sei, mit einem empörten "Bien sûr - Aber sicher!" antworten. So sicher ist man sich dann aber doch nicht. Samstags kann man belgische Familien dabei beobachten, wie sie vom Einkauf kistenweise Mineralwasser nach Hause schleppen. Die Auswahl in den Supermärkten ist riesig. Neben belgischen Marken wie Chaudfontaine und Spa dominieren die Franzosen - das snobistische Perrier, Vichy, Evian, Vittel oder das zum Nestlé-Konzern gehörende Contrex aus den Vogesen. Sechs Liter davon kosten zurzeit bei der Supermarktkette Delhaize im Angebot die "Kleinigkeit" von vier Euro und neun Cent.


    Geschäft mit dem Wasser

    Wasser zählt zu den wichtigsten Rohstoffen der Welt. Das haben seit geraumer Zeit auch die internationalen Finanzmärkte entdeckt. Experten schätzen den globalen Wassermarkt auf 360 bis 400 Milliarden Dollar pro Jahr. Das jährliche Wachstum wird auf sechs bis zehn Prozent geschätzt.

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    Foto © Reuters

    Bild vergrößernWasser im Sudan - "besser" als in EuropaFoto © Reuters

    Wasserfonds boomen

    Der Pictet Fund Water ist volumenmäßig der größte Fonds. Das Fondsvermögen von aktuell rund 3,7 Mrd. Euro investiert das Fonds-management in Unternehmen aus den Sektoren Wasser-versorgung, Wasser-technik, Umweltdienste, Recycling, Luftreinhaltung sowie Mineralwasser.

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