Sarkozy gegen EU-Beitritt der Türkei
Die türkische Regierung zeigt sich empört über die jüngsten Äußerungen des neuen französischen Staatsoberhauptes.

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Mit Verärgerung hat Ankara auf die Ablehnung
des neuen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy einer
EU-Mitgliedschaft der Türkei reagiert. Zum Streit um die
Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sagte ein Sprecher des
Außenministeriums in der türkischen Hauptstadt, der Status seines
Landes sei klar. Die Verhandlungen mit der EU hätten begonnen, "und
das Ziel dieser Verhandlungen ist nichts anderes als eine
Vollmitgliedschaft". Die ablehnende Haltung Sarkozys sei "nicht
ermutigend für die Türkei", entsprechende Äußerungen sollten
unterlassen werden.
Abgelehnt. Sarkozy lehnt den EU-Beitritt der Türkei ab und ist für eine
privilegierte Partnerschaft mit dem Land. Beim Antrittsbesuch des
Präsidenten bei EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso in
Brüssel am Mittwoch sagte Barroso, der französische Staatschef müsse
verstehen, "dass es sehr negative Konsequenzen in vielen Bereichen
haben würde, den Verhandlungsprozess jetzt zu blockieren". Er hoffe,
dass die Beitrittsgespräche mit der Türkei fortgesetzt werden
könnten. Die EU-Staaten müssen bis Ende Juni entscheiden, ob die
Verhandlungen mit Ankara auf drei neue Themenfelder ausgeweitet
werden.











