Lob für deutsche EU-Präsidentschaft von Gusenbauer
50 Jahre Römische Verträge. Berlin feierte die EU-Geburtstagsparty in vollen Zügen. Die Bundeskanzlerin tat alles, um dem Projekt neuen Geist einzuhauchen und Gusenbauer steht voll hinter ihr.

Foto © APAGusenbauer mit Lebensgefährtin Eva Steiner und Merkel mit Ehemann Sauer
Ganz dickes Lob kam vom österreichischen Bundeskanzler für die
deutsche EU-Präsidentschaft: "Besser kann man es gar nicht machen",
sagte Gusenbauer über seine deutsche Amtskollegin Angela Merkel und
über ihren Außenminister Frank-Walter Steinmeier. "Die deutsche
Präsidentschaft arbeitet wirklich höchst professionell. Merkel und
Steinmeier sind wirklich ein gutes Team und machen das in einer
vernünftigen Form, beziehen die Leute ein, halten direkt Kontakt, ich
wüsste jetzt nicht, wer das besser machen kann."
Direkte Kontakt zu Menschen.
Ob er Erkenntnisse aus dem Jubiläums-Wochenende nach Wien
mitbringe? "Wenn Politik zu 'expertokratisch' ist, wenn ein Großteil
der Zeit damit vergeht, dass man in irgendwelchen Verhandlungszirkeln
sitzt, dann besteht immer die Gefahr, dass man den Bezug zu den
Leuten verliert. Das Wichtigste ist für Politiker immer noch,
möglichst viel hinaus zu gehen und viel zu erklären. Bei aller
Wertschätzung der Medien, der direkte Kontakt mit der Bevölkerung ist
einfach nicht zu ersetzen."
Frage der illegalen Einwanderung.
Von der APA nach der Passage über die illegale Einwanderung
befragt, die im letzten Moment auf spanischen Druck noch in die
Berliner Erklärung hinein genommen wurde, sagte Gusenbauer: "Wir
haben hier aus österreichischer Sicht eine klare Haltung. Wir sind
für eine Ordnung. Jeder, der Asyl sucht und bei dem auch ein Grund
festgestellt wird, bekommt Asyl. Andere Fragen der Zuwanderung sind
auf Basis einer bewussten politischen Entscheidung zu lösen. Illegale
Zuwanderung führt letztendlich nur zur Unordnung und zur
Verängstigung der Menschen, daher halt ich den Zusatz für völlig
richtig."
Österreichisches Zelt.
Gusenbauer ging Sonntag Nachmittag durch die Menschenmenge auf der
Straße des 17. Juni, die mit rund 75 Zelten aus allen EU-Ländern zur
Fußball-WM-ähnlichen Fanmeile in Sachen EU gestaltet war. Im
österreichischen Zelt machte er Station. Die frühsommerlichen
Temperaturen sorgten für so dichtes Gedränge, dass sich die Frage
nach einem Sicherheitsrisiko gar nicht erst stellte: Potenzielle
Attentäter hätten in den erdrückenden Menschenmassen nicht einmal
ausholen können.











