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    Zuletzt aktualisiert: 02.03.2007 um 16:44 Uhr

    Österreich erhielt Fristverlängerung bei EU-Kommission

    Bis 29. Mai hat Österreich nun Zeit, die Medizinerquote zu begründen. Wissenschaftsminister Hahn wertet das als "positives Signal, unsere Bedenken ernst zu nehmen".

    Foto © APA

    Österreich hat von der EU mehr Zeit bekommen, um auf das Mahnschreiben der Kommission zum Thema Uni-Zugang zu antworten. Statt Ende März muss Österreich seine Argumente für eine Beibehaltung der Quotenregelung an den Medizin-Unis nun erst am 29. Mai vorlegen. Damit habe man die "maximale Fristverlängerung" zugestanden bekommen, teilte das Wissenschaftsministerium am Freitag mit.

    Fakten

    Ex-Bildungsministerin Gehrer muss 2005 gewusst haben, dass sie mit der Einführung von Quoten ins offene Messer läuft. "Wir hatten von Anfang an Bedenken gegen die Quoten", heißt es in der Kommission.

    Positives Signal. Wissenschaftsminister Hahn wertete dies als "positives Signal, unsere Bedenken ernst zu nehmen und als echte Bemühung der Kommission, in einen Dialog mit Österreich zu treten". Österreich werde "den nun verlängerten Zeit-
    rahmen intensiv nützen, um mit Brüssel eine Lösung zu finden.

    Quotenregelung. Die Quotenregelung sieht vor, dass an den drei Medizinunis in Wien, Graz und Innsbruck jeweils 75 Prozent der Plätze für Personen mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis reserviert sind, für EU-Bürger 20 Prozent und für Nicht-EU-Bürger fünf Prozent. Die EU-Kommission sieht dies als Diskriminierung von EU-Bürgern an.

    10/regionen/topics/studentenquoten/

    Fakten

    An den Medizin-Unis haben sich für das kommende Studienjahr 8.270 Personen für ein Studium vorregistrieren lassen. Rund 58 Prozent der Bewerber (4.819) stammen aus Österreich, rund 37 Prozent (3.020) aus Deutschland1.440 Plätze.

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