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    Zuletzt aktualisiert: 28.11.2012 um 07:34 UhrKommentare

    EU nimmt Ratingagenturen an die kurze Leine

    Schluss mit lustig für Ratingagenturen. In der EU werden die Unternehmen künftig für Fehlentscheidungen haftbar sein. Die Ratings dürfen nur zu bestimmten Uhrzeiten veröffentlicht werden und müssen gut begründet sein.

    Das Triple-A entscheidet oft über die Zukunft von Unternehmen und Staaten

    Foto © APADas Triple-A entscheidet oft über die Zukunft von Unternehmen und Staaten

    Die EU hat sich auf schärfere Regeln für Ratingagenturen geeinigt. Diese sollen diese künftig für grobe Fehlentscheidungen haftbar sein und ihre Urteile besser begründen. Darauf haben sich Vertreter der EU-Kommission, des Europaparlaments und der EU-Staaten geeinigt, wie die Kommission am Dienstagabend bekanntgab. Die drei EU-Institutionen überarbeiten derzeit die geltenden Vorgaben.

    So sollen die Agenturen künftig Bewertungen von EU-Staaten nur zu vorher gewählten Terminen verkünden, nur außerhalb der Geschäftszeiten und rechtzeitig bevor in Europa die Börsen öffnen. Dies soll nervöse Reaktionen der Märkte abmildern. Die Agenturen müssen zudem offenlegen, nach welchen Kriterien sie ihre Entscheidung gefällt haben.

    Für fahrlässige oder falsche Bewertungen sollen die Agenturen haften. Bei der Bewertung bestimmter komplexer Papiere müssen sich die Agenturen abwechseln. Dies soll verhindern helfen, dass sich die gewinnorientierten Ratingagenturen mit zu rosigen Einstufungen das Wohlwollen ihrer Geldgeber sichern.

    Ratingagenturen wie Moody's, Fitch oder Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen oder Staaten. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Finanzkrise: Je schlechter sie einen Staat bewerten, desto mehr Zinsen muss dieser seinen Gläubigern für geliehenes Geld zahlen.


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