Martin wirft Ehrenhauser "Rufmord" vor - Klage
Der österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin wirft einem ehemaligen Mitstreiter Martin Ehrenhauser eine "unglaubliche Rufmord-Kampagne" vor. Deswegen "werde ich meine Anwälte beauftragen, Klage gegen Ehrenhauser wegen Kreditschädigung zu machen", so Martin am Dienstag gegenüber der APA.
Martin empörte sich, dass "Ehrenhauser die Aufhebung seiner Immunität missbraucht, um einen unglaublichen Rufmord" gegen seine Person zu begehen. Martin warf Ehrenhauser dabei "kriminelle Vorgänge" vor, "die er selber zu verantworten haben wird". Außerdem rechne Ehrenhauser offenbar mit einer Anklage gegen ihn.
Ehrenhauser hatte zuvor erklärt, die Anschuldigung von Martin, er hätte seinen Computer gehackt, sei falsch. Das EU-Parlament sei mit der Aufhebung der Immunität seinem eigenen Wunsch gefolgt". Den neuerlichen Vorwurf von Ehrenhauser, wonach Martin 1,5 Millionen Euro Steuergeld missbräuchlich verwendet habe, bezeichnete Martin als "haltlos".
Das EU-Parlament hatte zu Mittag die Immunität Ehrenhausers mehrheitlich aufgehoben. Konkret geht es in der Causa um Vorwürfe Martins gegen Ehrenhauser, wonach dieser Daten von Martins Computer entwendet haben soll. Die Staatsanwaltschaft sieht den "Verdacht des widerrechtlichen Zugriffs auf ein Computersystem, der Verletzung des Telekommunikationsgeheimnisses, des missbräuchlichen Abfangens von Daten und des Verdachts des Missbrauchs eines Tonbandaufnahme- oder Abhörgeräts sowie des Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz 2000".
So werde Ehrenhauser nach der Staatsanwaltschaft vorliegenden Sachverhaltsdarstellung von Martin verdächtigt, "ab Spätsommer 2010 bis in den April 2011 widerrechtlich auf Hans-Peter Martins privates Email-System zugegriffen zu haben und dessen private und berufliche Daten, insbesondere Emails samt Anhängen geöffnet, kopiert und ausgedruckt zu haben".











