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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2012 um 11:49 UhrKommentare

Athen will eine "Streckung" der Auflagen

Die Troika von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds trifft erneut Ministerpräsidenten Samaras: Es geht um das neue 11,5-Milliarden-Euro-Sparpaket, das die Geldgeber fordern - die Griechen wollen dafür Zeit bis 2015.

Foto © Thibault Renard - Fotolia.com

In Athen gehen am Freitag die Kontrollen der Geldgeber weiter. Die Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sollte am späten Vormittag den konservativen griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras treffen.

11,5-Milliarden-Euro-Sparpaket

Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen erfuhr, geht es dabei erneut um das neue 11,5-Milliarden-Euro-Sparpaket, das die Geldgeber fordern. Damit soll das Budgetdefizit bis Ende 2014 unter drei Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden. Treffen sind auch mit den Vorsitzenden der zwei anderen Koalitionsparteien, der Sozialisten und der Demokratischen Linken, vorgesehen.

Athen strebt an, die Umsetzung des Sparpakets um zwei Jahre und damit mindestens bis Ende 2015 zu strecken. Ergebnisse werden vorerst nicht erwartet. Die Kontrolleure wollten kommende Woche abreisen und Athen Zeit lassen, das Sparprogramm in die Wege zu leiten, hieß es aus Kreisen. Anfang September wollen sie wiederkommen und die Fortschritte beim Sparpaket und den Privatisierungen endgültig bewerten. Athen ist in Rückstand geraten, weil während des Dauer-Wahlkampfs im Frühjahr fast alle Reform- und Sparvorhaben liegen geblieben sind.

"Wir stehen bei den Griechen"

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hatte bei seinem Besuch in Athen gefordert: "Verzögerungen darf es nicht mehr geben". Nach seinem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras hatte der EU-Kommissionschef am Donnerstagabend gesagt: "Wir stehen den Griechen bei. Die Reformen müssen in die Tat umgesetzt werden".

Eckpunkte des Sparpakets sehen nach bisherigen Informationen zusätzliche Kürzungen bei den Renten und im Gesundheitsbereich vor. Das Rentenalter soll von 65 auf 67 Jahre angehoben werden. Zudem sollen Löhne von Angestellten staatlich kontrollierter Betriebe wie der Elektrizitätsgesellschaft drastisch reduziert werden.


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