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    Zuletzt aktualisiert: 25.06.2012 um 21:38 UhrKommentare

    Zypern stellt Antrag auf EU-Hilfen

    Nachdem Spanien heute bereits um Hilfe für seinen Bankensektor angesucht hatte, beantragt nun auch das hoch verschuldete Zypern EU-Hilfe. Das Land galt schon seit einiger Zeit als Kandidat für den Euro-Rettungsschirm und wurde heute von Fitch auf Ramsch-Niveau herabgestuft.

    Foto © Fotolia / Andrzej

    Nur wenige Stunden, nachdem Spanien gestern offiziell seinen Antrag auf Bankenhilfe der EU gestellt hatte, flüchtete am Montag auch das hoch verschuldete Zypern unter den Europäischen Rettungsschirm. Der Inselstaat bittet seine europäischen Partner um Hilfe aus den Krisenfonds EFSF oder ESM. Als Begründung verwies Zypern auf die Auswirkungen der Griechenland-Krise. Die Banken beider Länder sind stark miteinander verflochten. Kurz zuvor hatte die Rating-Agentur Fitch die Kreditwürdigkeit Zyperns herabgestuft und auf Ramsch-Niveau gesetzt.

    Zypern ist nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien das fünfte Euro-Mitglied, das ein Rettungsprogramm braucht. Spanien will allerdings nur für seine Banken Hilfe. Zypern, die drittkleinste Volkswirtschaft im Währungsraum, übernimmt am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz.

    Unter anhaltendem Druck der Finanzmärkte hat Spanien zuvor offiziell Hilfe der EU-Partner für seine maroden Banken beantragt. Der hoch verschuldete Staat reichte den bereits vor zwei Wochen angekündigten Antrag in einem Schreiben an Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker formell ein, ohne allerdings eine genaue Summe zu nennen. Sie werde aber so groß sein, dass sie den Bedarf decke sowie ein Sicherheitspolster beinhalte, erklärte Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Grundlage für die spanische Summe solle das vergangene Woche vorgelegte Ergebnis einer Untersuchung durch private Wirtschaftsprüfer sein, bekräftigte De Guindos. Diese haben eine Kapitallücke von maximal 62 Milliarden Euro ermittelt. Die Euro-Hilfen können der Regierung zufolge in drei bis vier Monaten an die Geldhäuser fließen. Spaniens Banken kämpfen nach dem Platzen einer Immobilienblase mit einem Berg faule Kredite.

    Kein Kassensturz in Griechenland

    Unterdessen sind auch die Hoffnungen auf einen möglichst raschen Kassensturz in Griechenland geplatzt. Auf dem EU-Gipfel Ende dieser Woche wird Griechenland durch Staatspräsident Karolos Papoulias Griechenland vertreten. Die "Troika" hatte ihre geplante Athen-Reise aufgrund der gesundheitlichen Probleme des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras und seines designierten Finanzministers Vassilis Rapanos kurzfristig abgesagt. Rapanos zog gestern seine Kandidatur unter Verweis auf seine geschwächte Gesundheit zurück. Das Finanzressort wird nun weiterhin vom Interimsminister Giorgos Zanias geführt.


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