Euro-Krise im Zitat: "Ich will nicht die Kredite der Nachbarn zahlen"
Viel wurde seit dem Beginn der Finanzkrise gesagt, aber auch viel verschwiegen. Viel wurde gepoltert und dann auch wieder zurückgerudert. Nachfolgend eine Zitate-Sammlung zum Thema aus dem heurigen Jahr.

Foto © APAFinanzministerin Maria Fekter
Vor einem Jahr hat Finanzministerin Maria Fekter (V) im Parlament zu Griechenland erklärt: "Denn wir zahlen nur Geld, wenn wir sicher sein können, dass wir es - auch wenn es etwas länger dauert - wieder zurückbekommen." Seitdem befindet sich nicht nur Griechenland im Sog nach unten, sondern mit Spanien auch die viertgrößte Wirtschaftsnation in Europa.
"Es kann sein, dass es auch da zu Hilfsunterstützungen kommen kann." (Maria Fekter, ÖVP, 11. Juni, zu Italien)
"Es war sicher ein Fehler, den Euro ins Leben zu rufen, ohne die nötigen Instrumentarien zur Kontrolle und zur Absicherung zu schaffen. Aber das müssen wir jetzt nachholen - da müssen wir durch." (Werner Faymann, SPÖ, 10. Juni)
"Man kann so viel in einer Bankbilanz verstecken, dass es schwierig ist zu wissen, was los ist." (Bernhard Felderer, IHS, 10. Juni, zur spanischen Bankenhilfe)
"Wir nehmen nicht an, dass Griechenland die Eurozone verlässt." (Ewald Nowotny, OeNB, 6. Juni)
"Das kommt also nicht überraschend und soll man nicht überbewerten." (Ewald Nowotny, OeNB, 6. Juni, zur Herabstufung österr. Banken)
"Eurobonds wären mittel- und langfristig ein gutes Projekt. (...) Die Frage, was mittel- und langfristig ist, werden wir noch ausdiskutieren." (Michael Spindelegger, ÖVP, 30. Mai)
"Ich will nicht die Kredite der Nachbarn zahlen." (Maria Fekter, ÖVP, 26. Mai, zu Eurobonds)
"Eine Vergemeinschaftung von Schulden - dafür steh ich nicht zur Verfügung." (Michael Spindelegger, ÖVP, 24. Mai, zu Eurobonds)
"Wir sind nicht dazu da, Staatsbankrotte zu veranlassen." (Maria Fekter, ÖVP, 16. Mai)
"Wir diskutieren nicht über einen Austritt aus der Eurozone." (Werner Faymann, SPÖ, 15. Mai)
"Die Lage ist ernst. Im Hinblick auf die Stabilität. Wir haben einen Vertrag, da sind Auflagen einzuhalten, dann fließt Geld. Werden die Auflagen nicht eingehalten, wird auch kein Geld mehr fließen." (Maria Fekter, ÖVP, 14. Mai, zu Griechenland)
"Weitere Milliarden, die ja in Wahrheit nur an die Banken fließen, darf es nicht geben." (Heinz-Christian Strache, 13. Mai)
"Wenn man ein krankes Kind in der Familie hat, stößt man es nicht aus, sondern therapiert es." (Maria Fekter, ÖVP, 3. März, zu Griechenland)
"Von der Nachfrageseite her sehen wir in den meisten Teilen Europas Verbesserungen." (Ewald Nowotny, OeNB, 29. Februar)
"Wir sehen die Region als Wachstumsregion und die Rolle der österreichischen Banken ist ein Erfolgsgeschichte." (Ewald Nowotny, OeNB, 17. Jänner, zu Osteuropa)











