Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 23. April 2014 13:10 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Home » Politik » EU
    Defizite gingen 2013 in der EU zurück Arbeitszeiten von Ärzten sollen gekürzt werden Voriger Artikel Aktuelle Artikel: EU Nächster Artikel Defizite gingen 2013 in der EU zurück Arbeitszeiten von Ärzten sollen gekürzt werden
    Zuletzt aktualisiert: 15.05.2012 um 20:56 UhrKommentare

    Bankenregeln: Feilschen um Prozente

    EU-Finanzminister und Europaparlament legen sich auf strenge Bankenregeln fest. Endgültige Einigung kommt aber erst nach dem Sommer.

    Foto © APA

    Der Weg zu strengeren Kapitalvorschriften für Europas Banken ist lang und mühsam. Zwei Hürden konnten jetzt aber genommen werden: Montagabend stimmte das Europaparlament einstimmig für das neue Regelwerk "CDR IV". Tags darauf einigten sich die EU-Finanzminister in Grundzügen auf ihren gemeinsamen Standpunkt in dieser Materie. Nun steht noch aus, dass Rat und Parlament miteinander einen Kompromiss finden. Das soll in den nächsten Monaten geschehen.

    Inhaltlich geht es um mehr und besseres Eigenkapital in den 8300 Banken und Kreditinstituten der EU. Der Anteil des "harten Kernkapitals" am Gesamtrisiko wird von zwei auf 4,5 Prozent erhöht. Als hartes Kernkapital sind eigene Aktien, einbehaltene Gewinne und offene Rücklagen anzusehen. Daneben müssen die Banken 1,5 Prozent "weiches Kernkapital" halten. Dazu zählen u.a. stille Einlagen oder auch gewisse Anleihen, sofern sie der Bank dauerhaft zur Verfügung stehen und auch voll an Verlusten teilnehmen (es muss z. B. möglich sein, Zinszahlungen an Investoren auszusetzen). Weitere zwei Prozent sind als Ergänzungskapital zu halten.

    Ein zusätzliches Sicherungsinstrument sind die sogenannten Kapitalpuffer. Vorgeschrieben werden laut EU-Parlamentsbeschluss 2,5 Prozent (ständiger) Kapitalerhaltungspuffer. Diskutiert wird noch über eine zusätzliche flexible Notreserve (antizyklischer Kapitalpuffer) von bis zu 2,5 Prozent. Die Finanzminister haben sich darauf verständigt, länderweise unterschiedlich hohe Kapitalpuffer für Inlandsforderungen festzusetzen. Othmar Karas, der zuständige Vizepräsident des Europaparlaments, betont die Absicht, mit den neuen Regeln die Realwirtschaft besser zu finanzieren und das Fairplay der Banken zu stärken. So wird etwa die Kreditvergabe an Unternehmen erleichtert. Die Geschäfte mit Schattenbanken werden begrenzt.

    Aufregung um Italo-Banken

    Für Aufregung sorgte gestern die Ratingagentur Moody's, die 26 italienische Banken unter Hinweis auf die schlechte Wirtschaftslage des Landes herabgestuft hat. Die dortige Bankenvereinigung nannte dies "verantwortungslos, unbegreiflich und ungerechtfertigt", es handle sich um einen "Angriff gegen Italien". Moody's erklärte, die Banken seien durch Problemkredite und sinkende Gewinne "verletzlich".

    ERNST SITTINGER

    Mehr EU

    Mehr aus dem Web

      Eu-Wahl am 25. Mai

      Die Spitzenkandidaten

      APA Grafik

      KLEINE.tv

      EU und Euro: Wie stehen Sie zum vereinten Europa?

      Im Mai 2014 finden die EU-Wahlen statt. Kleine.tv hat Passanten gefragt ...Bewertet mit 4 Sternen

       


      Bilderserien

      EU-Wahl: Die Spitzenkandidaten 

      EU-Wahl: Die Spitzenkandidaten

       

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang