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Zuletzt aktualisiert: 13.03.2012 um 09:52 UhrKommentare

Spanien: Euro-Länder fordern mehr Sparmaßnahmen

Beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag war Spanien eines der beherrschenden Themen. Von der Regierung in Madrid werden weitere Sparmaßnahmen gefordert, um das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker beim Treffen der Euro-Finanzminister

Foto © APEuro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker beim Treffen der Euro-Finanzminister

Die Euro-Länder fordern von Spanien weitere Einsparungen, um das in diesem Jahr erwartete Haushaltsdefizit zu verringern. In einer am Montagabend nach Beratungen der Euro-Finanzminister in Brüssel veröffentlichten Erklärung hieß es, Spanien müsse sein Defizit auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) drücken. Dafür seien über die bereits angekündigten Einsparungen hinaus weitere Anstrengungen nötig in Höhe von 0,5 Prozent der spanischen Wirtschaftskraft, sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach der Sitzung.

Bisher erwartet die Regierung in Madrid für dieses Jahr ein Defizit von 5,8 Prozent - anstatt der ursprünglich mit der EU vereinbarten 4,4 Prozent. Im vergangenen Jahr betrug das Haushaltsdefizit bereits rund 8,5 Prozent der Wirtschaftskraft. Die Haushaltsziele seien im vergangenen Jahr "deutlich überschritten worden", was "größere Konsolidierungsanstrengungen 2012 nötig macht", sagte Juncker.

Spanien gilt als Wackelkandidat in der Schuldenkrise. In diesem Jahr wird ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft erwartet, fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos. Die schlechte Wirtschaftslage wirkt sich auch auf die Steuereinnahmen und somit den Staatshaushalt aus. Angesichts der schlechten Wirtschaftslage wird der spanischen Regierung nun mehr Spielraum beim Defizitabbau eingeräumt, statt den ursprünglich vereinbarten 4,4 Prozent muss sie nun nur noch die Zielmarke von 5,3 Prozent erreichen.

Die Euro-Länder drängen jedoch darauf, dass Spanien kommendes Jahr wieder die EU-Defizitgrenze von 3,0 Prozent einhält. "Wichtig ist das Ziel, dass im Jahr 2013 die drei Prozent erreicht werden", sagte Juncker. In der Erklärung der Eurogruppe hieß es, die Finanzminister begrüßten die Verpflichtung der spanischen Regierung, die Zielmarke 2013 für die Korrektur des übermäßigen Defizits einzuhalten. Dies schaffe Vertrauen in die spanische Wirtschaft sowie in die Eurozone, fügte EU-Währungskommissar Olli Rehn hinzu. Rehn und Juncker bezeichneten den Beschluss zu dem spanischen Defizit als "wichtige Entscheidung".


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