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    Griechen verschoben Milliarden ins Ausland EU: Kroatien bekommt fast elf Milliarden Euro Voriger Artikel Aktuelle Artikel: EU Nächster Artikel Griechen verschoben Milliarden ins Ausland EU: Kroatien bekommt fast elf Milliarden Euro
    Zuletzt aktualisiert: 09.03.2012 um 21:18 UhrKommentare

    Gläubiger sollen gezwungen werden

    Durch den Schuldenschnitt gewinnen die Griechen laut einem Ökonomen vor allem Zeit. Indes wurde am Abend bekannt, dass die Regierung in Athen zögernde Privatgläubiger zu einer Beteiligung am Schuldenschnitt zwingen will.

    Foto © APA

    Durch den Schuldenschnitt für Griechenland - Banken, Fonds und Versicherungen verzichten auf einen Großteil ihrer Forderungen - hat sich für Griechenland aus ökonomischer Sicht wenig geändert, meint der Chef-Volkswirt der Bank Austria, Stefan Bruckbauer. Griechenland gewinne dadurch vor allem mehr Zeit, sagte Bruckbauer am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal".

    Aber die Kosten wären in Summe bei einer ungeordneten Pleite höher gewesen. Das Risiko für praktisch die gesamte Schuldenlast Griechenlands hätte sich auf die Steuerzahler verlagert. Das habe aber auch den Vorteil, dass die Politik jetzt viel flexibler mit Griechenland umgehen könne.

    Kreditausfallsversicherungen

    Ein Unsicherheitsfaktor sind noch die Kreditausfallversicherungen. Sollte Griechenland nun tatsächlich den Schuldenschnitt verbliebener Gläubiger erzwingen, wäre das ein "Kreditereignis, dann ist das eine Pleite" und die Versicherungen müssten zahlen, "sonst würden all diese Versicherungen in Zukunft keinen Sinn mehr machen", wenn im Falle des Ereignisses nicht ausbezahlt werde.

    Bruckbauer glaubt aber nicht, dass es dadurch zu einem ähnlich großen Effekt kommt wie bei der "Lehman"-Pleite. Sollte es zu kleineren Problemen kommen, müsste eben die Politik rasch reagieren, meint der Volkswirt. Schlimmer wären da eher die langfristigen Folgen. Wichtig sei nun, dass die Politik ihre Vorhaben umsetzt, etwa beim "Fiskalpakt".

    Gläubiger zu Schnitt gezwungen

    Die griechische Regierung will indes zögernde Privatgläubiger zu einer Beteiligung am Schuldenschnitt zwingen. Bei einer Kabinettssitzung in Athen wurde am Freitag nach Angaben aus Regierungskreisen beschlossen, dafür die erst im Februar geschaffenen neuen gesetzlichen Möglichkeiten zu nutzen. Mehr als 80 Prozent der Privatgläubiger hatten sich bis Donnerstagabend zum Verzicht auf mehr als die Hälfte ihrer Forderungen bereiterklärt. Der Prozentsatz der Teilnehmer an der Umschuldung soll nun durch die gesetzliche Zwangsmaßnahme auf mehr als 90 Prozent gesteigert werden.

    Von den griechischen Staatsschulden in Höhe von mehr als 350 Mrd. Euro sind 206 Mrd. Euro in der Hand privater Gläubiger. Davon werden durch den Schuldenschnitt laut dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos rund 100 Milliarden erlassen.


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