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    Zuletzt aktualisiert: 09.03.2012 um 13:45 UhrKommentare

    Sieben Milliarden fehlen für den Schuldenschnitt

    Trotz der hohen Beteiligung privater Gläubiger erreicht Griechenland den geplanten Schuldenschnitt von 107 Milliarden Euro vorerst nicht. Der griechische Finanzminister warnt Gläubiger, es sei "naiv" zu glauben, sie bekämen ihr gesamten Geld zurück.

    Foto © APA

    Griechenland erreicht trotz der großen Beteiligung privater Gläubiger an einem freiwilligen Anleihenaustausch nicht den geplanten Schuldenschnitt in Höhe von 107 Milliarden Euro. "Es fehlen sieben Milliarden Euro", sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Freitag. An die Privatgläubiger gerichtet, die sich an dem freiwilligen Anleihentausch nicht beteiligen wollen, sagte der Minister, es sei "naiv" zu glauben, sie könnten ihr gesamtes investiertes Geld zurückerhalten.

    Die Gläubiger, die soeben mit großer Mehrheit dem Schuldenschnitt zugestimmt haben, müssen mit Abschlägen von mehr als 70 Prozent rechnen.

    Zuvor hatte das griechische Finanzministerium bekanntgegeben, dass im Zuge des Schuldenschnitts eine Zusage zum Umtausch von insgesamt 83,5 Prozent der griechischen Staatsanleihen in privater Hand vorliegt - bei den nach griechischem Recht aufgenommenen Schulden sind es demnach 85,8 Prozent. Mit dem Anleihentausch soll erreicht werden, dass sich auch private Gläubiger an den Kosten der Krisenbewältigung in Griechenland beteiligen.

    Frist bis 23. März

    Die griechische Regierung will nun die Umschuldungsklauseln (CAC) aktivieren, die es ihr erlauben würden, weitere Gläubiger mit Anleihen nach griechischem Recht zur Teilnahme an der Aktion zu zwingen. Die Teilnahme an dem Anleihentausch würde damit laut Athen auf 95,7 Prozent steigen. Eine Entscheidung über eine Aktivierung der Umschuldungsklauseln muss Athen aber gemeinsam mit seinen Partnern der Eurozone treffen.

    Die Privatgläubiger, die Anleihen besitzen, die nicht nach griechischem Recht ausgegeben wurden, können sich nach Angaben von Venizelos bis 23. März entscheiden, wie sie verfahren wollen.


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