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    Zuletzt aktualisiert: 09.03.2012 um 13:10 UhrKommentare

    Anleger rechnen mit Ausfällen

    Obwohl sich Griechenlands private Gläubiger zu 85,8 Prozent am Schuldenschnitt beteiligt haben, rechnen Anleger fest mit dem Ausfall auch neuer griechischer Anleihen. Langlaufende Papiere werden am Graumarkt bei nur 20 Prozent ihres Nominalwerts gehandelt.

    Über 100 Milliarden spart sich Griechenladn durch den Schuldenschnitt

    Foto © Fotolia / DigiPicÜber 100 Milliarden spart sich Griechenladn durch den Schuldenschnitt

    Finanzinvestoren rechnen offenbar fest damit, dass Griechenland auch nach dem Schuldentausch seine Verbindlichkeiten nicht bezahlen kann. Neue Papiere mit Laufzeiten bis 2032 und 2042, die am Montag im Rahmen des Schuldentauschs ausgegeben werden sollten, wechselten nach Angaben von Händlern und Reuters-Daten zufolge am Freitag am Graumarkt für gerade einmal 20 Prozent des Nennwertes den Besitzer.

    "Dies zeigt, dass der Markt noch immer kein Vertrauen hat, dass Griechenland seine Schulden bedienen kann", sagte ein Händler. Auf dem Graumarkt können Finanztitel bereits vor ihrem offiziellen Erscheinungstermin gehandelt werden.

    Schuldenschnitt geschafft

    Die privaten Gläubiger Griechenlands wollen sich mit großer Mehrheit an dem Schuldenschnitt für das hochverschuldete Land beteiligen. Wie das Finanzministerium in Athen am Freitagmorgen mitteilte, sollen insgesamt 83,5 Prozent der Staatsanleihen umgetauscht werden - bei den nach griechischem Recht aufgenommenen Schulden sind es demnach sogar 85,8 Prozent. Damit wäre der Weg für dringend benötigte neue Hilfskredite der Euro-Länder frei.

    Bei den Anleihen unter griechischem Recht gab es eine Beteiligung von 85,8 Prozent durch die privaten Gläubiger. Bei allen anderen Anleihen wurde eine Beteiligung von 69 Prozent erreicht. Damit ergibt sich ein Anteil von 83,5 Prozent der gesamten griechischen Staatsanleihen in privater Hand. Finanzminister Evangelos Venizelos bedankte sich bei allen Gläubigern, die durch ihre Beteiligung das "ambitionierte "griechische Reformprogramm unterstützt und wie das griechische Volk "Opfer" gebracht hätten.

    Umschuldungsklauseln werden aktiviert

    Das Finanzministerium kündigte zugleich an, die Umschuldungsklauseln (CAC) aktivieren zu wollen, die es ihr erlauben würden, weitere Gläubiger mit Anleihen nach griechischem Recht zur Teilnahme an der Aktion zu zwingen. Dazu hatte das Parlament in Athen erst Ende Februar im Eilverfahren ein Gesetz verabschiedet. Die Teilnahme an dem Anleihentausch würde damit auf 95,7 Prozent steigen.

    Für den freiwilligen Schuldenschnitt hatte Athen eine Beteiligung von mindestens 90 Prozent angestrebt. Mindestens 75 Prozent wurden als notwendig angesehen, um den Schuldenschnitt notfalls auch erzwingen zu können.

    Eine Entscheidung über eine Aktivierung der Umschuldungsklauseln muss Athen gemeinsam mit seinen Partnern der Eurozone treffen. Um 12:30 h findet eine von den Euro-Finanzministern geplante Telefonkonferenz zu diesem Thema statt. Um 14 Uhr tagt ein Ausschuss der internationalen Derivaten-Assoziation (ISDA), der darüber befinden soll, ob die Umschuldung die Kreditausfallversicherungen (CDS) auslöst. Bereits um 12.00 Uhr will der griechische Finanzminister Venizelos eine Pressekonferenz geben.

    Die Frist für die Teilnahme an dem geplanten Anleihentausch war am Donnerstagabend um 21.00 Uhr abgelaufen. Nach Angaben des Finanzministeriums beteiligten sich private Gläubiger, die griechische Anleihen im Wert von 172 Milliarden von insgesamt 206 Mrd. Euro hielten.

    Der Schuldenschnitt ist Voraussetzung für ein zweites internationales Hilfspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro. Ohne die Hilfskredite der Euro-Länder wäre Griechenland noch im März pleite, weil es seine Schulden nicht mehr begleichen könnte. Am 20. März ist eine Rückzahlung von 14,4 Mrd. Euro fällig.

    107 Mrd. Euro erlassen

    Bei dem Schuldenschnitt tauschen private Gläubiger wie Banken, Fonds und Versicherungen ihre alten Staatsanleihen gegen neue Schuldpapiere mit einem geringeren Wert und längeren Laufzeiten von bis zu 30 Jahren. Beteiligen wollen sich auch deutsche Gläubiger wie die Allianz, die Deutsche Bank und die Commerzbank. Insgesamt sollen Griechenland auf diese Weise 107 Mrd. Euro erlassen werden; der Tausch für die Anleihen unter griechischem Recht ist für Montag geplant.

    Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der Präsident des Internationalen Bankenverbands IIF ist, sprach von einem starken und positiven Ergebnis. Griechenland habe damit die Möglichkeit, sein Programm für wirtschaftliche Reformen weiterzuverfolgen.


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