Bossi: "Monti riskiert sein Leben"
Umberto Bossi, Chef von Italiens rechtspopulistischer Oppositionspartei Lega Nord, sorgt für Entrüstung. Auf die Frage, ob die Regierung Monti seiner Ansicht nach auch nach Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben werde, antwortete Bossi: "Monti riskiert sein Leben, Norditalien wird ihn ermorden".

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Bossi sagte dies in Bezug auf die großen Opfer, die seiner Ansicht nach die Fachleuteregierung des parteiunabhängigen Premiers vom industriereichen Norden fordere. Die Worte lösten hitzige Reaktionen in politischen Kreisen aus. "Bossi spricht wie ein Terrorist. Die verbale Gewalt des Lega-Chefs hat ein gefährliches Niveau erreicht. Die Lega soll auf Distanz zu den inakzeptablen Worten Bossis gehen, die zur Gewalt aufhetzen", kommentierte der Sprecher der Mitte-links-Partei "Italien der Werte" (Idv), Massimo Donadi nach Medienangaben vom Dienstag.
Unter dem Druck heftiger Kritik relativierte Bossi seine umstrittenen Aussagen. "Ich bin missverstanden worden. Nicht Monti riskiert sein Leben, er droht uns mit Mord. Er nimmt uns das ganze Geld weg. Die Norditaliener haben es satt", betonte Bossi.
Die Lega Nord ist die einzige Opposition im italienischen Parlament, die die Regierung Monti nicht unterstützt. Nach dem Sturz der Regierung von Silvio Berlusconi im vergangenen November hatte die Lega Nord ihre langjährige Allianz mit der Partei des Medienmoguls "Volk der Freiheit" (PdL - Popolo della libertá) gebrochen und sich für die Opposition entschieden.












