Athen-Notausstieg wird vorbereitet
In Davos beruhigt die Politik noch die Märkte - doch in vertraulichen Treffen mit Bankvorständen und Unternehmenschefs hatten deutsche Regierungsmitglieder ihre Zweifel geäußert, dass Griechenland nach einem teilweisen Schuldenerlass die Wende schaffen kann.

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Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker hat offenbar keine Lust mehr auf seinen Job als Vorsitzender der Euro-Gruppe. "Es liegt nicht im Spektrum meiner Ambitionen, dieses Amt weiterzuführen", sagte Juncker dem "Handelsblatt".
Die Führung der Euro-Gruppe sei ein "aufreibender Job, der aus einer Unmenge von Gesprächen und Telefonaten besteht". Zudem machte er einen neuen Vorstoß zur Griechenland-Rettung. Nicht nur private Gläubige, auch die Gläubigerstaaten der Euro-Zone und die Europäische Zentralbank sollen auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Eine Summe nannte Juncker dabei nicht.
Notfallplanung in Davos
Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos dreht sich alles um neue Hilfen für die vom Schuldenkollaps bedrohten Länder. Die Politik demonstriert in Davos Zuversicht, dass ein Schuldenschnitt Athen retten kann. Tatsächlich arbeiten Staaten und Unternehmen mit Hochdruck an Notfallplänen, wie ein Pleite Griechenlands beherrscht werden kann.
Auch wenn der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble in Davos noch beruhigend sagte: "Wir können und wollen eine Staatspleite Griechenlands vermeiden", sagte Schäubles Parteikollege und Fraktionschef der Union im Bundestag, Michael Maier: "Wir sind dank unterschiedlicher Maßnahmen auf diesen Fall vorbereitet und könnten die Folgen abfedern".
In vertraulichen Treffen mit Bankvorständen und Unternehmenschefs hatten deutsche Regierungsmitglieder ihre Zweifel geäußert, dass Griechenland nach einem teilweisen Schuldenerlass die Wende schaffen kann.













