Berlakovich fordert Ausstieg aus Atomenergie
Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) hat sich kritisch über die von EU-Energiekommissar Günther Oettinger vorgelegte "Energie-Roadmap 2050" gezeigt.

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Am Rande des EU-Agrarrats in Brüssel sagte Berlakovich im Gespräch mit der APA, natürlich müsse sich Europa Gedanken über eine sichere Energieversorgung machen, die auch den Zielen des Klimaschutzes genüge. Atomkraft sei aber abzulehnen.
Berlakovich: "Atomkraft ist keine nachhaltige Energie. Das muss man beim neuen Szenario nach Fukushima auch berücksichtigen. Der Weg Europas muss vielmehr in Richtung Triple-E gehen - Energiesparen, Energieeffizienz und erneuerbare Energie".
Es sei verständlich, wenn Oettinger mehrere Optionen vorlege. "Aber wir müssen uns auf breiter Ebene in Europa einsetzen, einen Weg aufzuzeigen, wie man aus der Atomkraft aussteigen kann". Berlakovich lehnt ebenso die CCS-Technologie - Carbon Capture Storage, also die unterirdische CO2-Lagerung - ab. "Das ist gefährlich, das lehnen wir ab".
Die Oettinger vorgestellte Roadmap sei "eine seriöse und wichtige Grundlage für eine langfristig ausgerichtete Weiterentwicklung der Energiepolitik", sagte Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). In der Roadmap würden sich mehrere Szenarien finden. Eines sehe eine massiv verstärkte Energieeffizienz vor, eines einen noch einmal erweiterten Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen, eines berücksichtige den Atomkraftausbau und ein weiteres die Einlagerung von CO2 in geologischen Strukturen.
Energieeffizienz und erneuerbare Energie
"Fest steht, dass Europa auf Energieeffizienz und Erneuerbare setzen muss, um ein nachhaltiges Energiesystem aufzubauen, dass aber auch diesen Strategien Grenzen gesetzt sind, sodass vor übereilten Zielfestlegungen für 2050 zu warnen ist", erklärte der WKÖ-Energieexperte. Schwarzer begrüßt, dass die Kommission in ihren Handlungsempfehlungen erkennt, dass der CO2-Preis zwar ein Treiber für Investitionen sein kann, dass aber ein zu hoher CO2-Preis Europas Wettbewerbsfähigkeit schadet und das Risiko von Carbon-Leakage erhöht.











