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    "Grenzschließungen lösen keine Probleme" Hahn ist "geehrt und begeistert" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: EU Nächster Artikel "Grenzschließungen lösen keine Probleme" Hahn ist "geehrt und begeistert"
    Zuletzt aktualisiert: 08.12.2011 um 19:11 UhrKommentare

    Austro-Banken schaffen es wohl ohne Staat

    Laut des Vorstandes der Finanzmarktaufsicht schaffen es die österreichischen Großbanken, die ein Kapital von 3,9 Milliarden Euro benötigen, wohl auch ohne staatliche Hilfe: "Ist aber große Herausforderung für Banken". Bis 20. Jänner Kapitalpläne. In Relation deutlich mehr Kapitalbedarf als bei Deutschen.

    FMA-Chef Kurt Pribil

    Foto © APAFMA-Chef Kurt Pribil

    Etwas über 3,9 Mrd. Euro müssen die drei österreichischen Großbanken Raiffeisen (RZB-Gruppe), Erste Group und Volksbanken AG (ÖVAG) aufstellen, um bis Ende Juni 2012 auf die von der europäischen Bankenaufsicht geforderte Kapitalquote von 9 Prozent zu kommen. "Wir wissen, dass das eine große Herausforderung für die Banken ist. Wir gehen aber davon aus, dass sie es ohne Hilfe vom Staat schaffen", sagte der Vorstand der Finanzmarktaufsicht in Wien, Kurt Pribil, am Donnerstagabend zur APA.

    Gleichwohl sei es gut, dass die Option auf öffentliche Unterstützung weiter offen sei, fügte er hinzu.

    Die europäischen Aufseher gehen davon aus, dass es die "gestressten" Banken in Europa zu allererst selber schaffen sollen, Kapital aufzustellen bzw. ihre Risiken so weit zurückzufahren, dass sie weniger Kapital als Puffer vorhalten müssen. Gelingt das nicht, sind die nationalen Regierungen dran, ihren Banken zu helfen. Und erst danach könnte auf "europäische" Hilfe zurück gegriffen werden.

    Bis 20. Jänner müssen die heimischen Banken der Aufsicht ihre Kapitalpläne vorlegen. "Wir werden besonders darauf achten, dass es nicht zur Verknappung der Kreditvergabe kommt. Einen Credit Crunch will niemand", sagte Pribil.

    Jetzt sei es wichtig, dass die europäische Politik die Verschuldensproblematik in Europa "adressiert". "Wenn der Rettungsschirm voll wirksam ist, sollte der Druck auf die Staatsanleihen sinken und damit ein Review der EBA möglich sein", sagte Pribil heute. Das könnte in acht oder neun Monaten sein. Insofern sieht er die 9-Prozent-Quote für die Großbanken als temporär.

    Pribil bestätigt eine Art "Disclaimer" für die ÖVAG, die ja in einem tiefgreifenden Restrukturierungsprozess ist. Die Volksbanker werden allerdings zur Eile gedrängt.

    Dass die österreichischen Banken bei ihrem EBA-Kapitalbedarf (3,9 Mrd. Euro) in Relation zu den deutschen Großinstituten (13,1 Mrd. Euro) deutlich tiefere Lücken haben, liegt nach österreichischer Expertenmeinung an der Struktur sowohl des Kapitals als auch der Banken. Deutsche Bank & Co seien stark im Investmentbanking, was von vornherein höheres Kapital nötig machte, auch ist dort schon mehr "EBA-Kapital" gezeichnetes (börsenotiertes) Aktienkapital im Umlauf. In Österreich hatten sich Bankengruppen wie Raiffeisen, Sparkassen und Volksbanken in der Vergangenheit viel Kapital über private Partizipationsscheine oder Ergänzungskapitalinstrumente beschafft, das jetzt von der Europaaufsicht nicht angerechnet wird. Unabhängig von der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften gelten österreichische Banken in internationalen Vergleichen als unterkapitalisiert.

    Im jetzigen Stressdate-Update wurden die Bankkapitalbilanzen zum 30. September darauf abgeklopft, wie sie Staatsanleiheabschreibungen verdauen können. Wie die FMA und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Abend in einer Aussendung schrieben, belegt der Test, dass die Exponierung des österreichischen Bankensektors gegenüber dem Risiko eines Sovereign Defaults "überschaubar" sei. Der zusätzliche Kapitalbedarf aus einer Abwertung des Sovereign Exposures (EWR-Raum) zu Marktpreisen liege nur bei 112 Mio. Euro. Diese Summe ist in den 3,9 Mrd. Euro Gesamtkapitalbedarf inkludiert.


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